Korseby Online - Poaceae

Poaceae

Die Süßgräser umfassen die wichtigsten Getreide, kommen in allen Teilen der Erde vor und besitzen einen runden Stängel.

Index

wichtige Merkmale und Begriffe

Süßgräser besitzen zum Teil sehr eigenartig geformte Blätter, Sprosse und Blüten. Um nicht den Überblick zu verlieren, hier mal eine kleine Auflistung wichtiger Merkmale:
- Halm: bezeichnet einen hohlen, nur an den Knoten mit Querwänden versehene Stängel
- Ährchen: bezeichnet ungestielte Blüten, die längs eine Hauptachse sitzen
- Hüllblatt: bezeichnet ein Hochblatt, das einen Blütenstand oder eine Einzelblüte kelchähnlich umgibt
- Deckblatt: bezeichnet ein Hochblatt, welches eine Einzelblüte in seiner Achse trägt
- Vorblatt: bezeichnet das erste oft durch besondere Form oder Stellung gekennzeichnete Blatt
- Spelze: bezeichnet die Hüll-, Deck-, oder Vorblätter in Ährchen

Pooideae

Die Pooideae bezeichnen eine Unterfamilie der Süßgräser und umfassen die wichtigsten Arten, die vor allem die menschliche Nutzung als Getreide wertvoll sind.

Rispengräser

Die Rispengräser sind eine Gattung der Familie der Süßgräser und umfassen etwa 200 Arten. Darunter befinden sich für Wiesen typische Gräser.

Merkmale
Die Rispengräser besitzen Ährchen, die nicht größer als 15 mm werden und die in einer langästiger Rispe oder Traube angeordnet sind. Im Querschnitt erscheinen sie zweischneidig. Am Ährchen sind keine Grannen sichtbar, besitzen aber deutlich mehr als 1 Blüte. Die Rispe sitzt locker, ist meist durch längere abstehende Äste breiter und besteht nicht aus mehreren Knäueln. Spindeln und Äste sind zum großen Teil sichtbar. Die Blätter der Rispengräser besitzen meist eine 7- oder 9-Parallelnervatur. Ihre Blattscheiden sind bis unten geöffnet. Die Blattspreiten sind in der Knospenlage gefaltet und haben oberseits oft undeutliche Doppelrillen, die als Schienenblatt bezeichnet werden. Die Deckspelze ist kleiner als 10 mm. Die Hüllspelze dagegen ist nicht länger als die Deckspelze. Oft sind beide sogar kürzer als das Ährchen und undeutlich 1-, 3-, oder 5-parallelnervig. Die Blüten sind zumeist zwittrig.

Poa bulbosa (Zwiebel-Rispengras)

poa bulbosa
Poa bulbosa
Das Zwiebel-Rispengras gehört zur Familie der Süßgräser Poaceae und ist ein typisches Wiesengras, welches hauptsächlich in Mittel- und Süddeutschland vorkommt.

Es gehört zu den Hemikryptophyten und überdauert den Winter mit seinem verdickten zwiebelartigem Spross, dem es auch seinen Namen verdankt. Eine Selbstausbreitung (Autochorie) der Samen erfolgt über Brutknospen.

Vorkommen
Das Zwiebel-Rispengras wächst von Mai bis Juni an Ruderalstandorten, die durch Silikate beeinflusst sind. Es meidet zudem hohe Kalkkonzentrationen.

Erkennungsmerkmale
Das Gras besitzt graugrüne Blätter, die jedoch schon früh absterben. Spitze breite Hüllspelzen, die 3-nervig sind und Ährchen, die meist in Laubsprosse auswachsen, zeichnen das 20 bis 30 cm groß werdende Rispengras aus.

Poa alpina (Alpen-Rispengras)

poa alpina
Poa alpina

Poa pratensis subsp. pratensis (Echtes Wiesen-Rispengras)

Erkennungsmerkmale
Poa pratensis ist ein Ausläufer bildendes, 20 bis 60 cm großes Süßgras, dessen oben glatten (!) Triebe aufrecht oder leicht geknickt-aufsteigend sind. Es bildet relativ dichte Horste. Die Erneuerungssprosse wachsen außerhalb der untersten Blattscheiden empor. Zudem gibt es dünne, lange, verzweigte unterirdische Ausläufer. Die 5 mm breiten, flachen, wenig rinnigen Blattspreiten sind breiter als die kahle oder höchstens kurz behaarte, längs gefurchte Blattscheide. Die 1 mm kurze Ligula ist kurz gestutzt und läuft dem Blattgrund herab. Die reichblütigen, pyramidenförmigen Rispen sind nur wenig länger als breit. Ihre untersten Seitenäste gehen gewöhnlich zu 3 bis 5 von der Hauptachse ab. Die 4 bis 6 mm langen Ährchen sind 2- bis 5-blütig, grünlich gefärbt und häufig schwach rötlich-violett überlaufen. Die Hüllspelzen der Ährchen sind ungleich lang. Die untere ist 1-nervig, die obere 3-nervig. Die 5-nervigen Hüllspelzen sind länglich-eiförmig und wie die Hällspelzen zugespitzt, haben jedoch eine weißen Hautsaum und sind am Grunde mit einigen langen Wollhaaren besetzt Die 2-nervigen Vorspelzen haben dagegen nur spitze Borstenhaare an der Basis.

Vorkommen
Poa pratensis blüht von Mai bis Juli und ist von der Ebene bis in montane Bergstufen cicumpolar verbreitet. Es besiedelt frische bis feuchte Wiesen und Weiden, ist ruderal an Wegrändern zu finden, kommt besonders auch an Küstendünen, küstennahen Salzrasen und in trockenen, halbschattigen Wäldern vor. Als Futtergras und in Saatmischungen für Sport- und Zierrasen findet es zudem anthropogene Verbreitung.

poa pratensis
Poa pratensis
poa pratensis blatt
Poa pratensis Blatt
poa pratensis detail
Poa pratensis Detail

Poa pratensis subsp. irrigata (Bläuliches Wiesen-Rispengras)

poa pratensis ssp irrigata
Poa pratensis subsp. irrigata unterscheidet sich von der subsp. pratensis durch die behaarte Ligula und dem leicht bewimperten Spreitengrund unterer Blätter. Die wenigährige Rispe hat im Gegensatz nur einen grundständigen Ast. Die Ährchen sind zudem charakteristisch bläulich-violett bereift und erscheinen daher oft dunkelviolett. Die Hüllspelzen sind fast gleich lang. Auch steril an der blaugrünen Färbung und den oberseits oft bereiften Grundblättern erkennbar. Die Verbreitung von Poa pratensis subsp. irrigata ist nur ungenügend bekannt. Das Gras besiedelt jedoch vornehmlich feuchtere Stellen als subsp. pratensis und blüht leicht versetzt etwas später.

Poa trivialis (Gewöhnliches Rispengras)

poa trivialis
Poa trivialis
poa trivialis blatthaeutchen
Poa trivialis Blatthäutchen

Poa annua (Einjähriges Rispengras)

poa annua
Poa annua

Poa palustris (Sumpf-Rispengras)

poa palustris
Poa palustris

Poa compressa (Zusammengedrücktes Rispengras)

poa compressa
Poa compressa

Poa remota (Lockerblütiges Rispengras)

poa remota
Poa remota

Poa infirma (Frühlings-Rispengras)

poa infirma
Poa infirma

Avena sativa (Saat-Hafer)

avena sativa
Avena sativa
Avena sativa entstand im Mittelmeergebiet und im mittleren Osten als Unkraut des Emmers Triticum dicoccon vermutlich aus Avena sterilis. In Deutschland wird er seit der Bronzezeit kultiviert. Seit dem 16. Jahrhundert gilt es als "Arme Leute Getreide". Seit Beginn des 20. Jahrhunderts findet jedoch ein Anbaurückgang wegen geringerer Pflegehaltung statt. Heute ist es Hauptbestandteil im Müsli. Andere Verwendung findet es z.B. als Haferflocken oder Haferbrei. Erkennbar ist Avena sativa als Rispengras an den einzelnen, gestielten, seitlich zusammengedrückten, 2 bis 3 blütigen, kurz begrannten Ährchen und den oberseits kahlen, ungerippten Blattspreiten.

Trisetum flavescens subsp. pratense (Gewöhnlicher Wiesen-Goldhafer)

trisetum flavescens ssp pratense
Trisetum flavescens
subsp. pratense

Aira caryophyllea (Nelken-Haferschmiele)

aira caryophyllea
Aira caryophyllea
Erkennungsmerkmale
Aira caryophyllea ist ein, mit Wuchslängen bis 15 cm, recht kleines Süßgras. Die dünnen Halme sind nicht behaart und entspringe zu 5 oder 10 am Grund. Die borstlichen, eingerollten, kahlen Blätter werden bis 5 cm lang. Jedes Ährchen ist 2-blütig, etwa 3 mm lang und erscheint von der Seite zusammengedrückt. Die 2-spitzige Deckspelze ist auf ihrem Rücken mit einer 3 mm langen Granne versehen. Die Ährchen bilden zusammen eine zierliche, lockere Rispe, die bis 7 cm lang und 4 cm breit wird.

Vorkommen
Aira caryophyllea besiedelt stets kalkarme, lichte Sand- und lückige Silikattrockenrasen, ist jedoch auch an sandigen, trockenen Ruderalstellen und in Felsfluren verbreitet, sowie auf Brachen und Sandäckern. Das circumpolar verbreitete Gras ist in Deutschland relativ häufig, ist jedoch in seiner Häufigkeit auf trockene, sandige Stellen begrenzt.

Aira praecox (Frühe Haferschmiele)

aira praecox
Aira praecox
Erkennungsmerkmale
Aira praecox wird im Gegensatz zu Aira caryophyllea nur etwa 10 cm groß und bildet eine deutlich ährenförmig zusammengezogene Rispe aus. Die Deckspelze bildet eine etwa 4 mm lange Granne aus. Zudem stehen die Halme meist einzeln oder entspringen zu wenigen aus dem Grund.

Vorkommen
Das kalkmeidende Aira praecox besiedelt bevorzugt lichte Sand- und lückige Silikattrockenrasen, besonnte Felsfluren und Brachen ist jedoch auch an sandigen Wegrändern, oder in Kiesgruben zu finden. Das nur in Europa verbreitete Gras, kommt in Deutschland nur zerstreut vor. In den gemäßigten Teilen Australiens und Amerikas tritt es als unwesentlicher Neophyt auf.

Knäuelgräser

Die Knäuelgräser (Dactylis) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Man zählt sie des weiteren zu den Rispengräsern. Sie sind häufig anzutreffende Gräser auf Wiesen und in Wäldern. Häufig wird auch der Name Knaulgras verwendet. Das Gewöhnliche Knäuelgras kann auch als Futterpflanze verwendet werden.

Ihre Ähren sind mit mehr als 2 Blüten besetzt. Am Ende der langen Rispenäste sind sie zudem knäuelförmig angeordnet. Der unterste Rispenast steht stets einzelnd und besitzt keinen grundständigen Zweig. Blattscheiden sind immer zweischneidig zusammengedrückt.

Dactylis glomerata (Gewöhnliches Knäuelgras)

dactylis glomerata detail
Dactylis glomerata
Das Gewöhnliche Knäuelgras Dactylis glomerata ist eine ausdauernde Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Man zählt sie zudem zu den Hemikryptophyten. Es kann als Futtergras verwendet werden, besitzt also eine potentiell ökologische Bedeutung für den Menschen.

Vorkommen
Die Pflanze ist in Europa und Westasien weit verbreitet und wächst von Mai bis Juli auch in ganz Deutschland. Vor allem ist sie auf Wiesen, an Wegrändern, Ruderalstellen, an Waldrändern und Waldschlägen zu finden.

Erkennungsmerkmale
Das gewöhnliche Knäuelgras ist ein graugrün gefärbtes Rispengras, welches 50 bis 120 cm groß werden kann. Ihre Blätter sind 4 bis 10 mm breit, wobei das oberste aufrecht absteht. Die Rispe ist sowohl vor als auch nach der Blütezeit schmal, sonst häufig breit ausgefächert und formt einen dreieckigen Umriss. Sie ist zudem - im Gegensatz zum Wald-Knäuelgras - stark geknäult, mit einem weit abstehendem unteren Ast, der später zusammengezogen wird, und aufrechter Spitze. Die Ährchen sind drei bis fünfblütig. Die Hüllspelze ist derb, nicht durchscheinend, grün, rötlich, selten violett gefärbt. Die untere Hüllspelze ist einnervig. Der Kiel der oberen Hüllspelze und der Deckspelze ist mit langen und kurzen steifen Haaren besetzt. Die Deckspelze ist auf ganzer Fläche meist mit langen Häarchen besetzt und in einer deutlichen, an den unteren Blüten ein bis zwei Millimeter langen Granne plötzlich verschmälert.

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Blüte von Dactylis glomerata
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Blüte von Dactylis glomerata
dactylis glomerata blatt
Blatt von Dactylis glomerata

Dactylis polygama (Wald-Knäuelgras)

dactylis polygama
Dactylis polygama

Trespen

Die Trespen (Bromus) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae).

Mehrere Arten stellen in der Landwirtschaft und besonders beim Weizenanbau ein großes Problem dar, da sie sich schnell ausbreiten und in Konkurrenz zu Getreidepflanzen stehen. Andere, auch in Getreideäckern vorkommende Arten, wie die Roggen-Trespe Bromus secalinus, zählen in Mitteleuropa inzwischen zu den gefährdeten Arten.

Bromus sterilis (Taube Trespe)

bromus sterilis
Bromus sterilis
bromus sterilis detail
Detail von Bromus sterilis
Die Taube Trespe ist eine einjährige oder einjährig überwinternde Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Sie wurde bereits vor 1492 nach Europa vom Menschen eingeführt und gilt deshalb als Archäophyt. Sie kann zudem den Winter als Hemikryptophyt überdauern, oder als Samen (Therophyt).

Vorkommen
Die Taube Trespe ist zwischen Mai und Juni an trockenen bis mäßig feuchten Ruderalstellen, an Wegrändern, auf Schuttplätzen in ganz Deutschland anzutreffen. Im übrigen Europa und weite Teile Westasiens wächst sie ebenfalls.

Erkennungsmerkmale
Die Pflanze wird etwa 30 bis 60 cm hoch und besitzt kahle Halme. Die Rispe ist etwa 10 bis 15 cm lang, locker und herabhängend. Die unteren Rispenäste sind meistens so lang wie Ährchen, die nicht zusammengedrückt sind. Von ihr sind überall rauhe biegbare Äste abstehend. Die Spelzen sind auf dem Rücken stets abgerundet. Die 15 bis 30 mm lange Granne ist fast doppelt so lang wie die starknervige Deckspelze. Die Ährchen sind mit der Granne 4 bis 6 cm lang und zur Spitze hin verlängert. Die Deckspelze ist 13 bis 23 mm lang. Die untere Hüllspelze ist einnervig, die obere dreinervig. Zudem besitzt die Pflanze fein gezähnte Blatthäutchen.

Systematik
Die Taube Trespe wurde früher auch als Anisantha sterilis (L.) Nevski beschrieben.

Bromus hordeaceus (Weiche Trespe)

bromus hordeaceus
Bromus hordeaceus
bromus hordeaceus2
Bromus hordeaceus
Die Weiche Trespe (oder häufig auch Flaum-Trespe genannt) Bromus hordeaceus ist eine nährstoffanspruchsvolle sommerannuelle oder einjährig überwinternde Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Sie ist häufig an Wegrändern und in Weizenfeldern zu finden und besitzt teils langlebige Samen, die wahrscheinlich über Jahrzehnte hinweg keimfähig bleiben können.

Verbreitung
Die Weiche Trespe blüht von Mai bis August, selten auch bis in den Oktober hinein. Sie besitzt ihr Hauptvorkommen an trockenen Ruderalstellen und trockenen Wiesen oder Trockenrasen, ist aber auch an den Dünen der Küsten häufig zu finden. In allen deutschen Bundesländern kommt sie häufig vor und ist des weiteren ein typisches circumpolares Florenelement. Es kommt nicht nur im übrigen Europa und West-Asien vor, sondern als Neophyt auch in Nord-Amerika und Ost-Asien.

Erkennungsmerkmale
Die Weiche Trespe ist ein 5 cm bis 80 cm groß werdendes Gras, das mal mehr mal weniger stark zottig behaarte Blattscheiden und behaarte Halmknoten besitzt. Die Blattscheide ist unter dem Blattgrund immer noch ein kurzes Stück offen.
Die aufrechte Rispe ist kurz. Ihre Ährchenstiele sind kürzer als die Einzelährchen. Diese sind 8 bis 25 mm lang, unter der Mitte am breitesten und nicht zusammengedrückt. Die Spelzen sind auf dem Rücken abgerundet. Die Ährchenachse ist auch zur Reifezeit nich sichtbar. Die Ährchenspindel zerbricht nach der Blütezeit in einblütige Glieder.
Die unteren Hüllspelzen sind 5-nervig, die obere meist 9-nervig. Die beiden Hüllspelzen sind gleich lang und elliptisch geformt. Die Vorspelzen sind in der Mitte am breitesten, so lang oder länger als die Frucht und meist bis zur Spitze bewimpert. Die dünnhäutigen längsfaltigen Deckspelzen werden etwa 6 bis 11 mm lang, sind drei mal so breit wie die Frucht und mit einem schmalen Hautrand versehen. Sie sind zudem mal mehr mal weniger genervt und stets behaart. Die Granne entspringt etwa 1 mm unter der Deckspelze und ist kaum gebogen.
Die dünnen flachen Früchte tragen auf der Innenseite keine Furche, besitzen teils eingerollte Ränder und überdecken sich in der gesamten Länge.

Systematik
Momentan werden 4 Unterarten unterschieden, die sich sowohl in geographischer Verbreitung und morphologischer Merkmale unterscheiden.
- Br. hordeaceus subsp. hordeaceus umfasst die Weiche Trespe im Engeren Sinne und besitzt die vorhin genannten Erkennungsmerkmale und die Verbreitung der Art.
- Br. hordeaceus subsp. molliformis besitzt nur etwa 3 mm breite Deckspelzen, die einen schwach winkligen Hautrand aufweisen. Die genaue Verbreitung ist weitgehend unbekannt. Einzelne Bestände sind jedoch im Raum Dresden, Aachen, Westfalen und Sachsen bekannt.
- Br. hordeaceus subsp. thominei wurde früher auch als einzelne Art als Dünen-Trespe Bromus thominei behandelt. Sie kommt nur in den Dünen der Küsten vor, wird nicht größer als 15 cm, ist stets niederliegend und besitzt kahle Deckspelzen. Die Granne kann auch stärker gebogen sein.
- Br. hordeaceus subsp. pseudothominei besitzt etwa 7 mm breite Deckspelzen, die kahl oder kurz behaart sein können. Ihre Gesamtverbreitung ist jedoch ungenügend bekannt.

Das Art-Epitheton Bromus mollis ist synonym, wird jedoch nur noch selten gebraucht.

bromus hordeaceus aehre
Ähre von B. hordeaceus
bromus hordeaceus habitus
B. hordeaceus Habitus
bromus hordeaceus unten
Bromus hordeaceus

Bromus racemosus (Trauben-Trespe)

bromus racemosus
Bromus racemosus

Bromus thominei (Dünen-Trespe)

Die Dünen-Trespe Bromus hordeaceus subsp. thominei ist eine sommerannuelle Pflanzenart heimischer Küstendünen aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Früher wurde sie als eigenständige Art Bromus thominei beschrieben, auf Grund neuerer Erkenntnisse stellt man sie jedoch zur Artengruppe der Weichen Trespen.

Verbreitung
Die Dünen-Trespe blüht von Mai bis August und kommt nur in den Dünen der Küsten Europas vor, wird nicht größer als 15 cm, ist stets niederliegend und besitzt kahle Deckspelzen. Die Granne kann auch stärker gebogen sein.

Bromus inermis (Wehrlose Trespe)

bromus inermis
Bromus inermis
bromus inermis detail
Bromus inermis Detail
Die Wehrlose Trespe (auch unter der Bezeichnung Unbegrannte Trespe bekannt) Bromus inermis ist ein sommergrüner und ausdauernder Vertreter der Süßgräser (Poaceae). Es kann als ein mittelmäßiges Futtergras verwendet werden. Vor allem in den östlichen Teilen Europas wird das Gras wegen seiner Dürre- und Überschwemmungsresistenz genutzt.

Vorkommen
Die Wehrlose Trespe ist ein in Deutschland zerstreut vorkommendes Süßgras, welches trockene, nährstoffreiche und basenhaltige Böden und warme Stellen liebt. Es ist vor allem ruderal zu finden, d.h. an Wegen, auf Äckern, oder auf Xerothermrasen. Derzeit ist es in Deutschland in Ausbreitung begriffen. Es kommt sonst weltweit in den gemäßigten Zonen der Erde auf der Nord- und der Südhalbkugel vor.

Erkennungsmerkmale
Die Wehrlose Trespe blüht im Juni und Juli und ist ein relativ hohes Wiesengras, das bis 1 m groß werden kann. Das Gras bildet recht lange unterirdische Ausläufer aus und kann sich auch mit diesen vegetativ vermehren. Seine Blätter sind etwa 5 bis 8 mm breit. Die Blattscheiden sind kahl und meist geschlossen. Das Blätthäutchen (die Ligula) wird etwa 0,5 bis 2 mm lang. Die Einzelblüten stehen in Form von Ährchen zu 4 bis 10 in einer aufrechten Rispe. Die vielährigen Rispenäste stehen abwechselnd auf den Seiten einer vierkantigen Achse. Jedes Ährchen wird bis zu 3 cm lang. Die Deckspelze ist lang eiförmig und auf dem Rücken abgerundet. Die großen Staubbeutel sind auffällig gelb gefärbt. Grannen fehlend meist, nur selten werden bis zu 3 mm lange ausgebildet. Die untere Hüllspelze ist einnervig, die obere dagegen dreinervig.

Bromus erectus (Aufrechte Trespe)

bromus erectus
Bromus erectus

Honiggräser

Die Honiggräser sind eine Gattung der Familie der Süßgräser, die ihren Namen ihrem honigähnlichem süßen Geschmack verdankt.

Vorkommen
Honiggräser kommen in ganz Eurasien vor.

Erkennungsmerkmale
Die Ährchen sind 2 bis 6 mm lang und stets mehrblütig. Die unteren Blüten des Ährchens sind unbegrannt. Der Halm ist an seinen Knoten weich behaart. Die Blätter sind flach und besitzen eine graugrüne Färbung. Die Hüllspelze ist meist mehr als doppelt so lang wie Deckspelze und die Grannen ragen aus den Spelzen heraus.

Bromus secalinus (Roggen-Trespe)

bromus secalinus
Bromus secalinus
bromus secalinus aehre
Bromus secalinus Ähre
bromus secalinus aehrchen
Bromus secalinus Ährchen

Holcus lanatus (Wolliges Honiggras)

holcus lanatus
Holcus lanatus
holcus lanatus halm
Halm von H. lanatus
Das Wollige Honiggras Holcus lanatus ist ein ausdauerndes ganzjährig grünes Rispengras aus der Familie der Süßgräser. Man zählt es zu den Hemikryptophyten. Man erkennt es auch am honigähnlichem süßen Geschmack.

Vorkommen
Das Wollige Honiggras blüht von Juni bis August und ist meist auf feucht-nassen Wiesen, in Mooren und auf feuchten Weiden zu finden. Es bevorzugt relativ nährstoffanspruchsvolle Stellen. Es kommt in ganz Deutschland häufig vor. Nur an trockenen Stellen ist es selten anzutreffen. Zudem kommt es circumpolar, in Europa und Ostasien vor.

Erkennungsmerkmale
Das Gras wird 30 bis 100 cm groß und bildet nur selten unterirdische Ausläufer. Die Halmknoten, Blattscheiden und Blattspreiten sind weich behaart. Die Granne ragt nur kaum aus den Ährchen heraus und ist an der Spitze hakenförmig.

Holcus mollis (Weiches Honiggras)

holcus mollis
Holcus mollis
Holcus mollis unterscheidet sich zu H. lanatus u.a. durch die rückwärtsgerichteten Haaren an den Halmknoten.

Reitgräser

calamagrostis epigejos
Reitgräser Calamagrostis sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae).

Erkennungsmerkmale
Die Halme der Reitgräser sind aufsteigend und aufrecht und werden stets höher als 10 cm. Die oberen Blattscheiden sind nicht aufgeblasen. Ährchen werden nie größer als 7 mm, erscheinen von der Seite zusammengedrückt, sind einblütig und stehen in einer langästigen Rispe oder Traube. Die Ährchenachse zwischen Deck- und Hüllspelze ist mit einem Haarkranz versehen. Haare am Grund der Deckspelze sind kürzer oder doppelt so lang wie diese. Die Hüllspelze erscheint im Querschnitt V-förmig.

Vorkommen
Die meisten Arten sind in Deutschland weit verbreitet, kommen jedoch nur an sehr feuchten Standorten wie Mooren oder an Teichrändern vor. Zudem kann man sie auch im restlichen Europa finden, da sie zumeist circumpolar verbreitet sind.

Calamagrostis epigejos (Sand-Reitgras)

calamagrostis epigejos detail
Calamagrostis epigejos
calamagrostis epigejos blatt
Blatt von C. epigejos
Das Sand-Reitgras Calamagrostis epigejos ist eine ausdauernde Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Häufig wird es im deutschen Sprachraum auch als Landrohr oder Sandrohr bezeichnet.

Es ist mäßig nährstoffanspruchsvoll und überdauert den Winter als teils immergrüner Geophyt und Hemikryptophyt. In Ostamerika ist es seit ein paar Jahren als Neophyt anzutreffen. Es kann sich auch vegetativ vermehren durch unterirdische Ausläufer.

Erkennungsmerkmale
Die Halme des Sand-Reitgrases sind in der oberen Hälfte rauh. Die Blattspreiten sind etwa 5 bis 10 mm breit, oberseits rauh und besitzen einen scharfen Rand. Die Rispe steht stark aufrecht und ist dicht mit Spelzen besetzt. Die Rispenäste werden bis zu 10 cm lang, sind aufrecht und ebenfalls rauh. Die Hüllspelze ist linealistisch geformt, die Deckspelze dreinervig. Die Granne über der Mitte der Deckspelze ist rückenständig und überragt diese mehr als ein Drittel.

Vorkommen
Das Sand-Reitgras blüht von Juli bis August in ganz Deutschland. Es ist an trockenen bis mäßig frischen, häufig auch sandigen Stelle zu finden. Vor allem in lichten Laub- und Nadelwäldern, auf Waldschlägen, an Küstendünen und an feuchten Flussufern kommt es häufig vor. Zudem kommt es in ganz Eurasien vor. In Ostamerika ist es ein Neophyt.

Calamagrostis stricta (Moor-Reitgras)

calamagrostis stricta
Calamagrostis stricta

Secale cereale (Saat-Roggen)

secale cereale
Secale cereale

Strandroggen

leymus arenarius
Strandroggen Leymus ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae).

Die Gattung umfasst weltweit 40 Arten und ist in den gemäßigten Zonen der nördlichen Hemisphäre relativ weit verbreitet. Außerhalb dieser Region wächst nur noch eine Art in Argentinien. In Deutschland kommt ausschließlich der Gewöhnliche Strandroggen vor. Dieser wird auch zur Dünenbefestigung benutzt. Die Gräser bevorzugen sonnige oder halbschattige Stellen. Die meisten Arten sind frosttolerant.

Erkennungsmerkmale
Die schmalen lanzettlich geformten Blätter sind blaugrün gefärbt, steif und häufig auch eingerollt. Die gesamten Pflanzen bilden zudem lange unterirdische Ausläufer. Insgesamt kann der Strandroggen bis zu 1,20 m hoch werden.

Leymus arenarius (Gewöhnlicher Strandroggen)

leymus arenarius habitus
Habitus von L. arenarius
leymus arenarius detail
Leymus arenarius
Der Gewöhnliche Strandroggen (oder auch Blauer Helm genannt) Leymus arenarius ist eine mehrjährige Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Man zählt ihn zu den Geophyten, da er mit seinem unterirdischen Rhizom den Winter überdauern kann. Er wird häufiger auch zur Befestigung von Dünen vom Menschen angepflanzt.

Der Gewöhnliche Strandroggen bildet zwischen Juni und August Ähren aus und ist das übrige Jahr teils immergrün. In Deutschland und weiten Teilen Europas ist er an Weißdünen, Strandwällen und öfters auch in Binnendünen häufig zu finden. Zudem wächst er in Nord- und Süd-Amerika und in Neuseeland.

Erkennungsmerkmale
Der Gewöhnliche Strandroggen wird etwa 60 cm bis 1,20 m hoch. Seine schmalen lanzettlich geformten Blätter sind blaugrün gefärbt, steif und häufig auch eingerollt. Die gesamte Pflanze bildet lange unterirdische Ausläufer und kann darüber auch vegetativ vermehrt werden.

Leymotrigia x stricta (Steifer Bastardstrandroggen)

leymotrigia x stricta habitus
Habitus von L. x stricta
leymotrigia x stricta
Leymotrigia x stricta ist ein Hybrid aus Elymus junceiformis und Leymus arenarius. Habituell ähnelt er l. arenarius sehr, hat jedoch auf jedem Absatz der Ährenachse nur ein Ährchen. Seine genaue Verbreitung ist unbekannt. Er kommt jedoch zumindest zerstreut an der Ostseeküste zusammen mit Elymus-Arten und Ammophila arenaria auf Weißdünen vor.

Triticosecale (Triticale)

triticosecale
Triticosecale
Entstanden aus einer Kreuzung aus einem weiblichen Secale cereale und einem männlichen Triticum aestivum. Die umgekehrte Kreuzung ergibt Secalotricum.

Triticum aestivum (Weich-Weizen)

triticum aestivum
Triticum aestivum
triticum aestivum blatt
Triticum aestivum Blatt

Triticum monococcum (Einkorn)

triticum monococcum
Triticum monococcum

Triticum dicoccon (Emmer, Zweikorn)

triticum dicoccon
Triticum dicoccon

Triticum spelta (Dinkel)

triticum spelta
Triticum spelta

Salzschwaden

Die immergrünen ausdauernden Salzschwaden sind eine in Deutschland 4 Arten umfassende Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae).
Sie werden zu den Hemikryptophyten gezählt, da sie den Winter direkt am Boden oder vegetativ über oberirdische Ausläufer überdauern. Sie sind zudem Horstbildner.
Bestäubt werden sie durch den Wind. Ausgebreitet werden ihre Früchte meist durch das Wasser oder ebenfalls durch den Wind.

Vorkommen
Die im Sommer blühenden Salzschwaden kommen fast ausschließlich an salzbeeinflussten Stellen an Küsten, Binnensalzseen oder Salzpfannen vor. Demzufolge sind sie an den Küsten relativ häufig, im Binnenland dagegen nur selten zu finden. Sie sind nicht nur in Europa verbreitet, sondern auch in anderen Teilen der Erde.

Erkennungsmerkmale
Der kahle Grund der Blattspreite bildet keine Öhrchen aus. Das Blatt ist durchaus öfters binsenartig dick und eingerollt, sonst jedoch immer flach ausgebreitet. Die Blattscheiden sind bis unten offen. Die Blatthäutchen sind relativ lang. Die am Grund verschmälerten Ährchen sind stets länger als breit und auf dem Rücken abgerundet. Im Querschnitt erscheinen sie rundlich bis oval. Sie enthalten immer mehr als zwei Einzelblüten. Die an der Spitze abgerundete Deckspelze ist breit hautrandig, nur bei schlaffen Halmen spitz und wenigstens mit der Spitze am Ährchen sichtbar. Die Deckspelze ist zudem grannenlos. Die Hüllspelze ist kürzer als das halbe Ährchen, erreicht nur selten die Länge eines halben Ährchen und ist stets kürzer als die Deckspelze.

Puccinellia distans (Gewöhnlicher Salzschwaden)

puccinellia distans
Puccinellia distans
puccinellia distans blatt
Blatt von P. distans
Der immergrüne Gewöhnliche Salzschwaden ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Er überdauert den Winter direkt am Boden. Er bildet keine oberirdischen Ausläufer aus, dafür jedoch Horste.
Bestäubt wird er durch den Wind. Ausgebreitet werden seine Früchte meist durch das Wasser oder ebenfalls durch den Wind.

Vorkommen
Der nährstoffanspruchsvolle Gewöhnliche Salzschwaden blüht von Mai bis in den Oktober hinein und ist auf wechselfeuchten bis feuchten Salzwiesen, an Küstenspülsäumen oder auf wechseltrockenen salzbeeinflussten Rudderalstandorten zu finden. Nicht selten tritt er auch an Straßenrändern, Bahnanlagen oder Salinen im Binnenland auf. In Deutschland kommt die Pflanze an den Küsten relativ häufig vor. Im Binnenland ist er dagegen nur zerstreut. Man findet ihn zudem im übrigen Europa, Teilen West-Asiens und Nord-Amerikas. In Neuseeland wurde der Gewöhnliche Salzschwaden vom Menschen eingeschleppt und ist dort ein Neophyt.

Erkennungsmerkmale
Der Gewöhnliche Salzschwaden wird 15 bis 50 cm groß und bildet keine Ausläufer aus. Er besitzt stets aufrechte Halme. Seine Blattscheiden sind bis zur Mitte geschlossen. Die Blattspreite ist bis zu 6 mm breit, graugrün gefärbt, unterseits glatt und mit Papillen versehen. Die lockere Rispe sitzt an rauhen Rispenästen und bildet dünne Ährchenstiele aus. Die länglichen stumpen nicht selten bläulich überlaufenen Ährchen sind drei- bis sechsblütig, auf dem Rücken gerundet und besitzen keine Grannen. Die Ährchen sind blühend häufig waagerecht abstehend und nach der Blüte oft zurückgeschlagen. Die gestutzte Deckspelze ist etwa 2 mm lang. Die Hüllspelzen sind immer kürzer als Ährchen. Die Staubbeutel werden bis zu 1 mm lang.

Puccinellia maritima (Strand-Salzschwaden)

puccinellia maritima
Puccinellia maritima
Andelheu ist aufgrund des hohen Mineralstoffgehaltes sehr wertvoll für Tierverfütterung. Der Strand-Salzschwaden kann zudem zur Befestigung des Salzmarschvorlandes angepflanzt werden und verträgt auch zetweilige Überflutung.

Erkennungsmerkmale
Der Strand-Salzschwaden ist ein unauffälliges Gras, welches bis 60 cm groß werden kann und zwischen Juni und September blüht. Es wächst zumeist aufrecht, seine Halme können jedoch auch knickig sein. Das Gras bildet vor allem im Herbst oberirdische, ausläuferartig verlängerte, wurzelnde Triebe aus. Die Rispe ist genauso wie die Stiele der Ährchen dicht bis sehr dicht. Die Rispenäste sind mehr oder minder glatt, stehen während der Blüte aufrecht ab und ziehen sich danach zusammen. Die länglichen Ährchen sind meist 5- bis 7-blütig und etwa 5 bis 10 mm lang. Sie erscheinen auf dem Rücken abgrundet, bilden keine Grannen aus und können violett überlaufen sein. Die Hüllspelzen sind kürzer als Ährchen. Die Staubbeutel sind nur etwa 2 bis 2,8 mm lang. Die graugrün gefärbten Blätter werden nicht breiter als 6 mm und sind häufig längsseits eingerollt. Die Blattscheiden sind bis zur Mitte geschlossen.

Verbreitung
Der Strand-Salzschwaden ist auf Salzwiesen, oder auf teilweise periodisch überfluteten, nassen, schlickreichen Salzwiesen der Nord- und Ostsee sowie deren Inseln häufig anzutreffen. Er bevorzugt ton- und sedimentreiche Böden. Auf Sandwatten kann er sogar Primärdünen bilden. In Europa ist er nur entlang der Meere (litoral) verbreitet. In Teilen Nord-Amerikas wachsen ebenfalls einige Bestände. Im Binnenland fehlt die Art fast vollständig. Das Gras ist eine Charakterart der Formation der Salzpflanzenfluren. Er ist die Kennart der Assoziation Puccinellietum maritimae. Die Pflanze zeigt einen starken Salzgehalt an, ist zudem ein Zeiger für Überflutung und tritt fast ausschließlich urbanophob außerhalb von menschlichen Siedlungen auf.

Ruchgräser

anthoxanthum odoratum
Die Ruchgräser Anthoxanthum sind ganzjährige immergrüne cumarinhaltige schwach giftige Süßgraser. Sie überdauern den Winter als Hemikryptophyt entweder durch den Schutz ihrer Blätter durch Horstbildung oder mit ihren unterirdischen Rhizomen. Die Karyopsen-Früchte werden durch Wind als Ballonflieger oder durch Klettwirkung ausgebreitet. Den Namen Anthoxanthum erhielten die Ruchgräser wegen der gelblichen Färbung der Blütenstande nach dem Abblühen.

Erkennungsmerkmale
Ruchgräser werden bis 70 cm groß und besitzen etwa 2 cm bis 8 cm lange gelblich grün gefärbte länglich geformte Ährenrispen mit einblütigen Ährchen, aus dessen nur eine Granne heraus ragt. Die Ähren erscheinen zudem von der Seite etwas zusammengedrückt. Die flachen Blätter sind 2 mm bis 7 mm breit, beiderseits grünlich matt und nur äußerst selten verschiedenfarbig. Am Blattgrund kommen abstehende Haarbüschel vor. Die maximal 2,5 cm große Deckspelze besitzt eine kaum größere Granne.

Anthoxanthum odoratum (Gewöhnliches Ruchgras)

anthoxanthum odoratum aehre
Ähre von A. odoratum
Das Gewöhnliche Ruchgras Anthoxanthum odoratum ist ein ganzjährig immergrünes cumarinhaltiges schwach giftiges Süßgras. Es überdauert den Winter als Hemikryptophyt entweder durch den Schutz seiner Blätter durch Horstbildung oder mit seinen unterirdischen Rhizomen. Die Karyopsen-Früchte werden durch Wind als Ballonflieger oder durch Klettwirkung ausgebreitet.

Seinen Namen Anthoxanthum erhielt das Ruchgras wegen seiner gelblichen Färbung des Blütenstandes nach dem Abblühen. Den Beinamen odoratus sowie die deutsche Bezeichnung Ruchgras erhielt es wegen seines charakteristischen Cumarin-Duftes.

Verwendung
Der aromatische Cumarin-Duft entwickelt sich erst bei älteren häufig trockenen Pflanzen. Bei Überdosierung kann das darin enthaltene Cumarin Kreislauf, Atmung und Herz bis zum Stillstand beeinflussen.

Früher wurden die getrockneten Halme als Zusatz zur Aromatisierung von Getränken oder Bowlen verwendet. Lokal fand es auch Verwendung als Beigabe zu Schnupftabaken und Kräuterkissen. Häufig werden auch wenige Halme in alkoholische Getränke gegeben. Das Ruchgras wird jedoch nicht für den tschechischen Schnaps Subrowka verwendet. Hier wird häufig das Mariengras Hierochloe odorata genutzt.

Vorkommen
Das Gewöhnliche Ruchgras blüht im Mai und Juni und wächst häufig auf relativ trockenen und nährstoffarmen Wiesen, Magerrasen und Heiden. Selten ist es auch auf Ruderalstellen oder in lichten Laubwäldern anzutreffen. Es ist zudem in ganz Europa bis West-Asien verbreitet. In den montanen Regionen einiger Gebirge der Subtropen und Ost-Asien kommt es zudem als Neophyt vor.

Erkennungsmerkmale
Das Gewöhnliche Ruchgras ist ein bis 50 cm groß werdendes Süßgras, dessen Halme oberseits nur selten verzeigt sind. Die etwa 2 cm bis 8 cm lange gelblich grün gefärbte Ährenrispe ist länglich geformt und dicht mit einblütigen Ährchen besetzt, aus dessen nur 1 Granne heraus ragt. Die flachen Blätter sind etwa 3 mm bis 7 mm breit, beiderseits grünlich matt und nur äußerst selten verschiedenfarbig. Die Blatthäutchen sind meist kürzer als der Stängel. Am Blattgrund kommen gerade abstehende Haarbüschel vor. Zwischen der Hüll- und der kahlen glatten Deckspelze befinden sich zwei braun behaarte Spelzen.

anthoxanthum odoratum aehrchen detail
Ährchen von A. odoratum
anthoxanthum odoratum blatt
Blatt von A. odoratum
anthoxanthum odoratum scheidenhaare
Blattscheidenhaare

Anthoxanthum aristatum (Grannen-Ruchgras)

anthoxanthum aristatum
Anthoxanthum aristatum
anthoxanthum aristatum blatt
Anthoxanthum aristatum Blatt

Anthoxanthum alpinum (Alpen-Ruchgras)

anthoxanthum alpinum
Anthoxanthum alpinum

Fuchsschwanzgräser

Die Fuchsschwanzgräser sind eine heimische und weit verbreitete Gattung der Familie der Süßgräser. Durch die walzenförmigen Scheinähren erhielten sie die deutsche Bezeichnung Fuchsschwanz.

Erkennungsmerkmale
Charakteristisch für die Fuchsschwanzgräser ist eine dichte Ährenrispe, die zylindrisch geformt ist und mehr als 2 Blätter trägt. Die Ährchenachse ist stets kahl. Hüllspelzen sind am Grund verwachsen, unbegrannt, spitz zulaufend und nicht geflügelt. Zwischen Hüllspelze und Blüte sitzen keine leeren Spelzen. Die Deckspelze ist mit einer aus dem Ährchen herausragendener Granne versehen. Eine Vorderspelze gibt es bei den Fuchsschwänzen jedoch nicht. Die eigentlichen winzigen Blüten besitzen eine fadenförmige Narbe und stets 3 Staubblätter.

Alopecurus aequalis (Rotgelber Fuchsschwanz)

alopecurus aequalis
Alopecurus aequalis
Der Rotgelbe Fuchsschwanz Alopecurus aequalis ist eine einjährig ausdauernde Pflanze aus der Familie der Süßgräser. Man zählt ihn des weiteren zu den Hemikryptophyten.

Erkennungsmerkmale
Der Rotgelbe Fuchsschwanz wird 10 bis 25 cm groß un besitzt glatte, aufsteigende Halme. Sein Rhizom ist nicht verdickt und die Blattscheiden sind nicht aufgeblasen. Die Granne entspringt in der Mitte der Deckspelze, ist etwa halb so lang wie das Ährchen und ragt nur kaum aus ihm heraus. Die Ährchen werden etwa 2 bis 2,5 mm lang und die Ährenrispe ist dünn und walzenartig geformt. Die Hüllspelze ist nur am Grund verwachsen. Die Staubbeutel sind erst hellgelb, fast weiß, später dann karminrot gefärbt, zuletzt dann wieder gelblich weiß werdend.

Vorkommen
Der Rotgelbe Fuchsschwanz wächst von Mai bis Oktober an sehr feuchten Standorten, zeitweilig sogar überschwemmten Gebieten wie Mooren, an Teichrändern und Ufern. In ganz Deutschland ist er weit verbreitet, bis auf den Alpenraum, wo er nur selten zu finden ist. Ansonsten wächst er circumpolar.

Medizinische Wirkung
Der rotgelbe Fuchsschwanz lässt sich als entzündungshemmendes Mittel einsetzen. Es wird des weiteren blutreinigend und harntreibend.

Alopecurus pratensis subsp. pratensis (Wiesen-Fuchsschwanz)

alopecurus pratensis ssp pratensis
Alopecurus pratensis
subsp. pratensis

Alopecurus pratensis subsp. alpestris (Alpen-Wiesen-Fuchsschwanz)

alopecurus pratensis ssp alpestris
Alopecurus pratensis
subsp. alpestris

Alopecurus geniculatus (Knick-Fuchsschwanz)

alopecurus geniculatus
Alopecurus geniculatus
alopecurus geniculatus habitus
Alopecurus geniculatus

Sesleria albicans (Kalk-Blaugras)

sesleria albicans
Sesleria albicans

Sesleria caerulea (Nördliches Kalk-Blaugras)

sesleria caerulea
Sesleria caerulea

Sesleria uliginosa (Moor-Blaugras)

sesleria uliginosa
Sesleria uliginosa
sesleria uliginosa detail
Sesleria uliginosa Detail

Schwaden

Der Schwaden ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser.

Verwendung
Früher fanden einige Arten für die Bedeckung von Dächern (Reetdächer) Verwendung. Die Früchte (Karyopsen) einiger Arten (z.B. der Flutende Schwaden) sind zudem essbar.

Vorkommen
Schwaden sind zirkumpolar verbreitet und an sehr feuchten, teils überfluteten Stellen wie Gewässerrändern, Ufer- und Verlandungsbiotopen in ganz Deutschland, Europa, Teilen Asiens und Amerikas zu finden. Bei schwachen Nährstoffangebot verdrängen sie andere Pflanzen.

Erkennungsmerkmale
Der Schwaden bildet flache Blätter aus, deren Blattspreite in der Mitte mit einer doppelten Rille versehen ist. Deren Blattscheiden sind fast bis oben hin geschlossen. Die Rispe besteht nicht aus mehreren Büscheln. Die Ährchen besitzen stets 2 oder viel mehr Blüten, sind länger als breit, am Grund schmaler, rundlich geformt und auf dem Rücken abgerundet. Die Spelze steht kaum ab. Die Hüllspelze ist immer kürzer als die Hälfte des Ährchens, nicht länger als Deckspelze und besitzt keine Granne.

Glyceria fluitans (Flutender Schwaden)

glyceria fluitans
Glyceria fluitans
glyceria fluitans detail
Glyceria fluitans
Der Flutende Schwaden Glyceria fluitans ist eine ganzjährig grüne Pflanze aus der Familie der Süßgräser. Er überdauert den Winter als Hemikryptophyt und ist oft an sumpfigen Stellen zu finden (Helophyt), wo er auch häufiger als Wasserform wächst. Die Vermehrung findet häufig vegetativ durch unterirdische Ausläufer statt. Die oft klebrigen Früchte werden meist über das Wasser ausgebreitet, bleiben manchmal aber auch an Tieren haften.

Verwendung
Früher fanden einige Arten für die Bedeckung von Dächern (Reetdächer) Verwendung. Die süß schmeckenden Früchte (Karyopsen) sind essbar und wurden seit der Steinzeit als Schwaden-Grütze oder Manna-Ersatz gebraucht. Es kann zudem zur Fütterung von Tieren verwendet werden.

Vorkommen
Der Flutende Schwaden ist zwischen Mai und August an feuchten, teils überfluteten Stellen wie an Gewässerrändern, Niedermooren und lichten Waldstellen häufig zu finden. Im übrigen Europa wächst er genauso wie in Nordamerika und Australien, wo er allerdings als Neophyt vorkommt.

Erkennungsmerkmale
Der Flutende Schwaden wird etwa 40 cm bis 1 m groß und besitzt blassgrüne Blätter, deren Spreiten etwa 0,3 bis 1 cm breit sind. Er bildet aufsteigende Halme aus, die nie dicker als 5 mm werden. Die Deckspelze ist etwa 7 mm lang, ganzrandig und wird vorne schmaler. Die Blüten stehen in einer armblütigen Rispe.

Glyceria nemoralis (Hain-Schwaden)

glyceria nemoralis habitus
Glyceria nemoralis Habitus
glyceria nemoralis
Glyceria nemoralis

Glyceria notata (Gefalteter Schwaden)

glyceria notata
Glyceria notata
glyceria notata detail
Glyceria notata Detail

Glyceria declinata (Blaugrüner Schwaden)

glyceria declinata
Glyceria declinata

Lolium multiflorum (Welsches Weidelgras)

lolium multiflorum
Lolium multiflorum
lolium multiflorum blatt
Lolium multiflorum
Blatt
lolium multiflorum detail
Lolium multiflorum
Detail
Das Italienische Weidelgras Lolium multiflorum, auch Welsches Weidelgras oder Vielblütiger Lolch genannt, ist eine ein- bis mehrjährig ausdauernde Art aus der Familie der Süßgräser. Als Kulturpflanze findet sie Verwendung als Feldfutterpflanze, wird für Ansaatengrünland verwendet und in Parkrasen angebaut.

Verbreitung
Das Gras blüht zwischen Juni bis August und besiedelt frische, oft nährstoffreiche Ruderalstellen wie Wegränder und Schuttplätze. Es wächst jedoch auch auf ruderal beeinflussten Frischwiesen und auf Äckern. Die Pflanze ist von der Ebene bis in die Gebirgsstufen verbreitet. Hinsichtlich der Bodenqualität ist das Gras nicht sonderlich anspruchsvoll. Es bevorzugt basenreiche, humose Böden, kommt jedoch auch mit mäßig sauren Kalk-, Mergel- oder Lehmböden klar. Die Pflanze ist fast überall in den gemäßigten Zonen der nördlichen Hemisphäre in Europa, Westasien und Teilen Nordamerikas zu finden. In dem gemäßigten Zonen Australiens kommt es wahrscheinlich als Neophyt vor.

Erkennungsmerkmale
Das Welsche Weidelgras bildet hellgrüne, aufrechte Horste aus. Einzelne Pflanzen werden etwa 30 cm bis 1 m groß und sind z.T. bis 1 m tief wurzelnd und können so auch längere Trockenperioden überdauern. Die oberwärts fast immer rauhen Halme sind dabei höchstens am Grunde verzweigt.
Die meist aufrechte Ähre kann bis zu 30 cm lang werden und besitzt wechselständig angeodnete, einzeln stehende Ährchen. Diese sind zur Blütezeit fast waagerecht abstehend und 11- bis 20-blütig. Zur Reifezeit zerfallen sie schnell und ihre Achse fühlt sich stets rauh an. Die Deckspelze ist etwa 7 mm lang und zumindest die oberen sind begrannt. Die unbehaarte, glatte Hüllspelze ist hochstens halb so lang wie das Ährchen, etwa so lang wie die unterste Deckspelze und 5- bis 7-nervig. Die Deckspelze ist dagegen 5-nervig, etwa 5 bis 8 mm lang, länglich-lanzettlich geformt und erscheint oberseits stumpf. Die Granne ist gerade und kann bis 12 mm lang werden. Die 2-nervige Vorspelze ist etwa so lang wie die Deckspelzen und lang-elliptisch geformt. Die Staubbeutel werden um die 4 mm lang. Die Karyopsen sind etwa 3,5 mm lang und 1 mm breit.
Die hellgrün gefärbten Blätter sind in der Knospe gerollt und später flach ausgebreitet. Auf der Unterseite erscheinen sie glänzend und glatt, oberseits sind sie dagegen rauh. Am Blattgrund gibt es 2 sichelförmige, den Halm ungreifende Öhrchen. Die Blattspreiten können bis bis 25 cm lang und bis 10 cm breit werden. Sie sind nur wenig rauh und etwas gerieft. Die Ligula ist als ein 1 bis 3 mm langer, häutiger Saum ausgebildet.

Lolium perenne (Ausdauernder Lolch)

lolium perenne
Lolium perenne
lolium perenne aehre
Ähre von Lolium perenne

Straußgräser

Die meisten Straußgräser blühen zwischen Juni und September. Dabei sind sie besonders in den frühen Sommermonaten voll aufgeblüht. Sie wachsen sowohl auf feuchtem als auch auf relativ trockenen Untergrund und können auf nährstoffreichen Äckern und stickstoffarmen Wiesen vorkommen. Die meisten Straußgräser sind zudem winterhart und ausdauernd. Sie kommen auf der Nord- und Südhemisphäre in den gemäßigten Zonen vor.

Erkennungsmerkmale
Straußgräser sind horstbildende, vom Habitus nicht schilfartige Gräser, die kurze unterirdische Ausläufer bilden und nicht größer als 1 m werden. Sie bilden ordentliche Rispen mit einblütigen, sehr feinen, unbegrannten, gestielten und einzelnd stehenden Ährchen aus, die von der Seite zusammengedrückt erscheinen. Die Ährchenachse ist zudem kahl und nicht behaart. Die Rispen sind meist gelblich oder rötlich gefärbt, doch es gibt auch grün gefärbte. Die unteren Rispenäste stehen scheinbar zu dritt oder mehr in der Rispenachse, doch es gibt nur zwei grundständige Zweige. Zwischen Hüll- und Deckspelze gibt es keine leeren Spelzen. Die linealischen Blätter sind 5 bis 11 mm breit und die jüngsten Blätter erscheinen beim Aufschneiden im Querschnitt gerollt und nicht gefaltet. Die häufig deutlich gerieften, kahlen, starren Blätter weisen eine unbehaarte Blattscheide auf und recht lange zugespitze Blatthäutchen.

Agrostis capillaris (Rotes Straußgras)

agrostis capillaris
Agrostis capillaris
agrostis capillaris blatt
Blatt von A. capillaris
Das Rote Straußgras Agrostis capillaris ist ein sehr veränderliches Rispengras aus der Familie der Süßgräser. Es findet Verwendung als Futter- und Zierrasengras vor allem im Alpenbereich, weil es recht anspruchslos ist. Agrostis ist übrigens der Name verschiedenster Ackergräser der Antike und entstammt dem Griechischen agros für Acker. capillaris bedeutet fein, oder haarförmig. Es besitzt langlebige, am Licht keimende Samen, die in Karyopsenfrüchte eingeschlossen sind, die vom Wind ausgebreitet werden (Anemochorie). Bestäubt wird das Gras ebenfalls durch den Wind (Anemophilie).

Vorkommen
Das Rote Straußgras blüht im Juni und Juli und kommt auf Sand- und Silikattrockenrasen, kommt in Heidelandschaften vor, in lichten Eichen- und Kiefernwälder und trockenen Ruderalstellen. Es meidet kalkhaltige Böden und ist in ganz Deutschland weit verbreitet. Man kann es auch in den übrigen Teilen Europas antreffen, genauso wie in West-Asien. In Australien, Neuseeland, Nord- und Süd-Amerika gilt es als Neophyt.

Erkennungsmerkmale
Das Rote Straußgras wird etwa 20 bis 60 cm hoch und bildet kurze, unterirdische Ausläufer aus und wächst daher horstartig. Ihre flachen, 2 bis 4 mm breiten Blätter sind grün gefärbt, oberseits gerieft und unterseits matt. Sie sind allseits kahl und jüngste Blätter erscheinen beim Aufschneiden im Querschnitt gerollt. Das Blatthäutchen wird nur bis zu 1 mm lg. Die 2 bis 3 cm langen Ährchen stehen in einer lockeren Rispe, sind einblütig, rotviolett gefärbt, besitzen keine Granne, erscheinen seitlich zusammengedrückt und besitzen mehr oder weniger deutlich gekielte Spelzen. Insgesamt weist ein jedes Ährchen 2 Hüllspelzen auf, die länger als Deckspelze sind. Diese sind nicht behaart. Das Rote Straußgras ist sehr formenreich. Die in vielen Büchern genannten Unterarten haben aber wohl keinen systematischen Wert, da es fließende Übergänge zwischen den einzelnen Populationen gibt.

Agrostis stolonifera (Weißes Straußgras)

agrostis stolonifera
Agrostis stolonifera
agrostis stolonifera blatt
Agrostis stolonifera Blatt
Das Weiße Straußgras, oder auch unter der Bezeichnung Flecht-Straußgras bekannt, Agrostis stolonifera ist ein mehrjärig immergrüner Hemikryptophyt aus der Familie der Süßgräser. Es kann auch als weidefestes Futtergras verwendet werden. Da es sich um eine stark veränderliche Art handelt, sind in der Literatur derzeit viele verschiedene Unterarten beschrieben, deren Status z.T. noch nicht abschließend geklärt ist.

Vorkommen
Das Weiße Straußgras blüht im Juni und Juli und besiedelt frische bis feuchte Rasen, Wiesen, Weiden und Äcker. Nicht selten ist es auch entlang von Ufern, Gräben und entlang von Wegsenken zu finden. Das leicht salztolerante Gras wächst auch an der Küste auf der Außenseite der Dünen. Es ist circumpolar auf der Nordhalbkugel von Europa bis nach West-Asien und in Nord-Amerika, auf der Südhalbkugel in der Antarktis und in Australien verbreitet. Es besiedelt feuchte, nährstoffreiche, oft kalkhaltige, sandig-kiesige Lehm- oder Tonböden, kann jedoch auch auf Schlickböden im Überschwemmungsbereich der Gewässer vorkommen. Die Pflanze ist die Ordnungskennart der Flutrasen Agrostietalia stoloniferae. Sie ist jedoch auch als Begleitart in Ampfer-Queckenrasen-Gesellschaften (Agropyro-Rumicion) und Vogelknöterich-Trittrasen-Gesellschaften (Polygonion avicularis) zu finden. An den Küsten formt es zusammen mit der Strand-Grasnelke den Verband Armerion maritimae.

Erkennungsmerkmale
Das weiße Straußgras wird 10 cm bis 70 cm groß und wächst häufig in großen, blaugrünen Rasen. Es bildet oberirdische Ausläufer aus, die z.T. mit Laubblättern versehen sind. An den Knoten gibt es nicht selten sprossbürtige Wurzeln und neue Triebe. Die ästig aufsteigenden Halme sind glatt und unbehaart. Die Blütenrispe wird bis zu 20 cm lang und ist nur zur Blütezeit ausgebreitet. Ihre Seitenäste gehen zu 3 oder zu 7 von der Hauptachse ab. Das einblütige Ährchen ist etwa 2 bis 3 mm lang, lanzettlich-spitz geformt, glatt und unbehaart. Die kahlen Hüllspelzen sind einnervig und so lang wie das Ährchen. Die glatten, kahlen, meist unbegrannten Deckspelzen sind fünfnervig, um die 2 mm lang und erscheinen am oberen Ende abgerundet und sind dort etwas gezähnt. Die Vorspelze erreicht etwa 3/4 der Länge der Deckspelze. Die Staubbeutel werden 1 bis 2 mm lang. Die ebenfalls unbehaarten Blätter werden 2 bis 6 mm breit und bis 20 cm lang. Sie sind meist flach ausgebreitet oder sonst eingerollt. Die Ligula ist als ein 2 bis 6 mm langer, häutiger Saum ausgebildet.

Agrostis canina (Sumpf-Straußgras)

agrostis canina
Agrostis canina

Agrostis gigantea (Riesen-Straußgras)

agrostis gigantea
Agrostis gigantea
agrostis gigantea ligula
Agrostis gigantea
Ligula
Das Riesen-Straußgras Agrostis gigantea kann bis zu 1,50 m groß werden und ist als Futtergras geeignet. Es bildet nur kurze, unterirdische Ausläufer aus und wächst daher in kleinen, dichten Horsten. Die 3 bis 11 mm breiten, meist flachen, kahlen Blätter sind oberseits gerieft und unterseits matt. Der Blattgrund hat keine Öhrchen. Das rein weiße Blatthäutchen ist lang ausgezogen und spitzlich oder abgerundet. Die Blütenrispe wird im Juni und August gebildet und ist durch die horizontal gestellten Endzweige, die scheinbar einem Punkt entstammen, deutlich in Stockwerke geteilt. Sie ist auch nach der Blütezeit spreizend. Die Ährchen sind etwa 2,5 cm lang und bilden nur eine zwittrige Blüte ohne Granne aus. Seitlich sind sie zusammengedrückt. Die beiden Hüllspelzen sind länger als Deckspelze. Das Riesen-Straußgras besiedelt feuchte bis nasse Wiesen, nasse Ruderalstellen, Uferröhrichte und Halbtrockenrasen. In Deutschland ist es zerstreut bis verbreitet. Sein Verbreitungsareal reicht über ganz Europa bis nach West-Asien.

Agrostis vinealis (Sand-Straußgras)

agrostis vinealis
Agrostis vinealis

Agrostis mertensii (Nordisches Straußgras)

agrostis mertensii
Agrostis mertensii

Agrostis agrostifolia (Schilf-Straßgras)

agrostis agrostifolia
Agrostis agrostifolia

Agrostis rupestris (Felsen-Straußgras)

agrostis rupestris
Agrostis rupestris

Agrostis alpina (Alpen-Straußgras)

agrostis alpina
Agrostis alpina
agrostis alpina detail
Agrostis alpina

Eragrostis albensis (Elbe-Liebesgras)

eragrostis albensis
Eragrostis albensis

Eragrostis minor (Kleines Liebesgras)

eragrostis minor
Eragrostis minor

Festuca rubra agg. (Rot-Schwingel)

festuca rubra
Festuca cf. rubra
festuca rubra detail
Festuca cf. rubra
Der zu den Süßgräsern gehörende Rot-Schwingel Festuca rubra agg. umfasst aufblühzeitlich und morphologisch differenzierbare Sippen, bei denen Unterschiede im Aussehen, der Gestalt, der Größe und Wuchshöhe, der Blattlänge, der Ährchengröße und ökologische Präferenzen verschiedenartig sind. Der ausdauernde Rot-Schwingel ist immergrün, er überdauert den Winter als Hemikryptophyt. Vegetativ vermehrt er sich durch unterirdische Ausläufer. Die kurzlebigen Samen sind Lichtkeimer.

Verwendung
Der Rot-Schwingel ist ein gutes Futtergras. Mittlerweile gibt es viele Kultursorten, die für ganz unterschiedliche Dinge benutzt werden können. So gibt es nicht nur Sorten, die zur Befestigung auf Salzwiesen wachsen können, sondern auch Sorten, die als Gartengräser verwendet werden. Vor allem werden die Kultursorten jedoch für die Begrünung von Sandflächen, auf Bergweiden als Futtergras, als Bodenbefestiger und als Rasenbildner z.B. für Sportrasen verwendet werden können.

Vorkommen
Der Rot-Schwingel blüht im Juni und Juli und ist auf feuchten Wiesen und Weiden, an Ruderalstellen wie Wegränder, auf Schutt oder an Bahnanlagen zu finden. Er kommt jedoch auch am Ufer von Gewässern, auf Halbtrocken- und Silikatmagarrasen und auf Binnendünen und Dünen der Küsten vor, wo er sogar eine leichte Salztoleranz aufweisen kann. Er ist über die gesamte Nordhemisphäre in den Gemäßigten Zonen verbreitet. In ganz Deutschland und Teilen Europas ist er häufig. Im antarktischen Raum, Australien und Teilen Amerikas gilt er als Neophyt und wurde vom Menschen dort eingeschleppt.

Morphologische Merkmale
Der Rot-Schwingel ist ein 20 cm bis 1 m groß werdenes Süßgras. Er bildet relativ kurze Ausläufer aus und wächst daher locker- bis dicht rasenförmig. Einige Kleinarten können auch in Horsten wachsen. Der Rot-Schwingel bildet charakteristische borstenförmige Grundblätter aus, die sich nicht entfalten. Die mittleren und oberen Blätter des Halmes sind flach und hohlkehlig. Die Blattscheiden sind etwas zerfasernd und weisen keine seitliche Öhrchen auf. Zudem sind sehr kurze Blatthäutchen vorhanden. Die Rippen der Blattoberseite sind rauh und höchstens locker flaumig behaart. Sklerenchymbündel fehlen auf der Blattoberseite oder sind sehr klein. Auf der Blattunterseite stehen sie in eng begrenzten, dünnen Gruppen. Die Ährchen sind 6,5 bis 11 mm lang, oft rötlich oder bräunlich gefärbt, im Hochgebirge manchmal sogar schwarz-violett. Sie sind vier- bis sechsblütig. Die Deckspelzen sind 3 bis 7 mm lang und besitzen eine Granne.

Festuca rubra subsp. rubra (Gewöhnlicher Rot-Schwingel)

Der Gewöhnliche Rot-Schwingel kommt in ganz Deutschland häufig auf Wiesen, Weiden, Halbtrockenrasen und Ruderalstellen vor. Er bildet lange unterirdische Ausläufer aus. Seine Blätter sind im Durchschnitt 0,8 mm und seine Blattscheiden sind kahl oder wenig behaart und weisen 5 bis 7 Nerven auf.

Festuca rubra subsp. juncea (Simsen-Rotschwingel)

Der seltene nur an den Küsten und im alpenvorland vorkommende Simsen-Rotschwingel wird 35 bis 75 cm groß und bildet überwiegend kurze Ausläufer und selten lange aus. Dadurch wächst dieser auffällig büschelig kleinhorstig. Die Blätter werden im Durchschnitt bis 1,2 mm und weisen 7 Nerven auf. Sie sind grün bis graugrün gefärbt und sind selten auch bereift. Die Blütenrispe wird 7 bis 12 cm lang.

Festuca rubra subsp. arenaria (Dünen-Rotschwingel)

Der Zottige Schwingel hieß früher F. villosa und hat eine wollig behaarte Deckspelze, die etwa 6,5 mm lang ist. Die relativ große aufrechte Rispe besitzt etwa 12 mm lange Ährchen, die an recht kräftigen Ästchen stehen. Die borstlichen Grundblätter sind relativ starr und weisen 7 bis 12 Nerven auf. Die kahlen Blattscheiden sind häufig rötlich überlaufen. Der Zottige Schwingel kommt nur auf Küstendünen vor.

Festuca rubra subsp. litoralis / Festuca salina (Meer-Rotschwingel)

festuca rubra ssp litoralis
Festuca rubra
subsp. litoralis
festuca rubra ssp litoralis halme
Festuca rubra
subsp. litoralis
Der Meer-Schwingel bildet lange Ausläufer aus und kommt nur auf feuchten Wiesen der Küsten vor und besitzt bis 25 cm große Halme, die bogig oder knickig aufsteigen. Seine Deckspelzen sind kahl und nicht behaart. Die Grundblätter sind nur 0,8 mm im Durchschnitt und weisen 7 Nerven auf. Die kurze bis 6 cm große Rispe besitzt zusammengezogene Ästchen, die 6 bis 12 Ährchen besitzen und häufig violett überlaufen sind.

Festuca nigrescens (Horst-Rotschwingel)

Der Horst-Schwingel hieß ehemals F. rubra subsp. commutata und wächst charakteristisch dichthorstig, ist kalkmeidend und wächst auf Wiesen und Weiden bis in die montanen Regionen der Gebirge, kommt jedoch auch im Flachland z.B. auf Magerrasen und Gebüschrändern vor. Er besitzt weichhaarige Blattscheiden und hohlkehlige bis borstliche Grundblätter, die im Durchschnitt nur max. 1 mm sind. Die wenigährige Rispe ist sowohl vor als auch nach der Blütezeit, die ebenfalls im Juni und Juli liegt, zusammengezogen. Der Horst-Schwingel wird allerdings nur etwa 70 cm groß.

Festuca heteromalla (Vielblütiger Rotschwingel)

Der Vielblütige Rot-Schwingel war früher F. rubra subsp. fallax. Seine Ährchen sind, wie der deutsche Name bereits vermuten lässt, vielblütig (mindestens 8-blütig). Er besitzt bei Trockenheit gefaltete Blätter, die sich bei Feuchte wieder entfalten können. Dies geschieht durch Entfaltungszellen, die deutlich ausgebildet sind. Hierbei handelt es sich um stark vergrößerte Oberhautzellen am Grund der Furchem im Blatt, die bei Feuchtigkeit quellen oder Wachstumsbewegungen vollziehen können. Der Vielblütige Rot-Schwingel besitzt oft behaarte Blattscheiden, die fast bis oben geschlossen sind, die untersten sind oft zerfasernd. Die lockere große Rispe ist 9 bis 15 cm lang und besitzt viele Ährchen, die mindestens 8-blütig sind, etwa 1 cm lang sind und eine kleine Granne der Deckspelze aufweisen. Er blüht im Juni und Juli und wächst an Waldrändern und auf feuchten Wiesen.

Festuca trichophylla (Haarblättriger Rotschwingel)

festuca trichophylla
Festuca trichophylla
Der graugrün gefärbte Haarblättrige Schwingel war ehemals F. rubra subsp. trichophylla. Er besitzt fadenförmige borstenförmige Grund- und Halmblätter, die kahle Blattscheiden aufweisen. uns stark zerfasern. Die länglich linealische Rispe wird bis 12 cm lang und weit sehr dünne Ästchen auf, an denen etwa 7 mm große Ärchen stehen. Die lineal-lanzettliche Deckspelze ist etwa 4 mm lang, stachelspitzig und kurz und besitzt eine etwa 0,7 mm lange Granne. Die Pflanze blüht im Juni und Juli und wächst bevorzugt auf wechselfeuchten Wiesen und Magerrasen.

Festuca ovina agg. (Schaf-Schwingel)

Die Arten des Aggregats Schaf-Schwingel Festuca ovina agg. weisen im Gegensatz zu Festuca rubra borstliche Blätter auf, deren Blatthäutchen sehr kurz sind und deren Blattscheiden mit seitlichen Öhrchen versehen und meist fast bis zum Grund offen sind.

Festuca brevipila (Rauhblatt-Schafschwingel)

festuca brevipila
Festuca brevipila
Der ausdauernde Rauhblatt-Schwingel Festuca brevipila wächst in kleinen, graugrünen Horsten. Seine Blätter bläulich bereift und etwa ab der Hälfte rauh behaart. Im Querschnitt erscheinen die Blätter V-förmig. Insgesamt sind meist 7 Nerven, 4 Furchen und 3 Rippen über das im Durchmesser etwa 0,6 bis 1 mm großen Blattes verteilt. Die Blattscheiden sind oft abstehend behaart. Festuca brevipila besiedelt Sand- oder Silikattrockenrasen, Wegränder und andere sandige und trockene Stellen. Durch die Kultivierung als Saatgut ist es oft auch in Grasansaaten zu finden.

Festuca polesica (Dünen-Schafschwingel)

festuca polesica
Festuca polesica
festuca polesica blattscheiden
Festuca polesica
Blattscheiden
Der Dünen-Schafschwingel Festuca polesica unterscheidet sich vom echten Schaf-Schwingel durch die strohfarbenen unteren Blattscheiden, den oberwärts kurzhaarig rauhen Halmen, den blaugrün bereiften Blättern, die 7 bis 11 Nerven aufweisen und dem Standort. Festuca polesica besiedelt vor allem trockene, lichte, relativ nährstoffreiche Standorte an Küsten- und Binnendünen. Selten ist er auch in lichten Kiefernwäldern zu finden. In Deutschland ist er gefährdet, während er in Mecklenburg zerstreut ist.

Festuca filiformis (Haar-Schafschwingel)

festuca filiformis
Festuca filiformis
Der Haar-Schafschwingel Festuca filiformis ist F. ovina sehr ähnlich, unterscheidet sich jedoch durch die schlaffe, immer reingrüne Blattspreite und den unbegrannten und stumpfen Deckspelzen. Festuca filiformis ist vor allem auf Sandtrockenrasen (in Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen), sandigen Magerrasen, auf nährstoffarmen Ackerbrachen und in lichten Eichenwäldern, Kiefernforsten und Waldrändern mit nährstoffarmen, sauren Böden zu finden. Festuca filiformis ist stets horstig wachsend und weniger häufig als F. ovina und nur in Europa verbreitet.

Festuca pulchra (Falscher Schafschwingel)

festuca pulchra
Festuca pulchra

Festuca pratensis (Wiesen-Schwingel)

festuca pratensis
Festuca pratensis
festuca pratensis blatt
Festuca pratensis Blatt

Festuca arundinacea (Rohr-Schwingel)

festuca arundinacea
Festuca arundinacea

Festuca altissima (Wald-Schwingel)

festuca altissima
Festuca altissima

Festuca heterophylla (Verschiedenblättriger Schwingel)

festuca heterophylla
Festuca heterophylla

Nardus stricta (Borstgras)

nardus stricta
Nardus stricta
nardus stricta horst
Nardus stricta Horst

Deschampsia cespitosa (Rasen-Schmiele)

deschampsia cespitosa
Deschampsia cespitosa
deschampsia cespitosa ligula
Deschampsia cespitosa
Ligula
Die Rasen-Schmiele Deschampsia cespitosa ist ein formenreicher, immergrüner Hemikryptophyt aus der Familie der Süßgräser. Umgangssprachlich wird das Gras auch häufig als Schneidegras bezeichnet wegen seiner schneidig-rauhen Blätter, die vom Vieh gemieden werden. In Wiesen und Weiden gilt das Gras verjüngungshemmend, an Seeufern dagegen fördert es Verlandungsprozesse.

Vorkommen
Die Rasen-Schmiele blüht im Juni und Juli und ist von der Ebene bis in alpine Höhenstufen verbreitet. Es besiedelt feuchte bis nasse Wiesen und Weiden und fehlt auch in Sümpfen nicht. Nebenvorkommen gibt es in feuchten, lichten Laubwäldern und in Quellfluren. Das nährstoffsanspruchsvolle Gras bevorzugt milde bis mäßig saure, humoser Lehm- oder Tonböden. Es ist über die gesamte gemäßigte Nord- und Südhemisphäre verbreitet. Das Gras gilt als Ordnungskennart der Pfeifengras-Feuchtwiesen (Molinietalia caeruleae) und ist zudem eine Begleitart der Bachquellkraut-Gesellschaftn (Montio-Cardaminetalia) und findet sich auch in Gesellschaften sommergrüner Laubwälder (Querco-Fagetea).

Erkennungsmerkmale
Die Rasen-Schmiele wird 30 cm bis 1,50 m groß und bildet dichte, große Horste aus. Durch die Bildung zahlreicher Erneuerungssprossen, die innerhalb der untersten Blattscheiden empor wachsen, erreicht es einen dichten Wuchs. Die pyramidenförmig angeordneten Rispen werden bis zu 50 cm lang und bis 20 cm breit. Die Rispenäste fühlen sich rauh an. Die einzelnen, zweiblütigen Ährchen werden nur 4 bis 5 mm lang und sind nie in Brutknospen umgebildet. Die obere, dreinervige Hüllspelze ist 3 bis 4 mm lang, lanzettlich geformt und spitz zulaufend. Die untere Hüllspelze ist dagegen nur einnervig. Die Granne überragt die 5-nervige, 3 bis 4 mm lange, länglich-elliptisch geformte Deckspelze im Allgemeinen nicht. Die Vorspelzen sind so lang wie die Deckspelzen. Die Staubbeutel sind etwa 1 bis 2 mm lang. Die langen, flachen Blätter sind auf der Oberseite auffallend rauh. Sie weisen eine charakteristische 7 bis 11-parallelrippige Struktur auf. Auf der Unterseite sind sie dagegen glatt. Das Blatthäutchen ist als 6 bis 8 mm langer, häutiger Saum eutlich ausgebildet. Die Blattscheiden sind ubehaart. Die Karyopse wird etwa 2 mm lang.

Helictotrichon pratense (Echter Wiesenhafer)

helictotrichon pratense habitus
Helictotrichon pratense Habitus
helictotrichon pratense
Helictotrichon pratense
helictotrichon pratense ligula
H. pratense Ligula
Der Echte Wiesenhafer Helictotrichon pratense ist ein 20 cm bis 80 cm groß werdenes Süßgras. In einigen Bundesländern steht es auf der Roten Liste, da seine Bestände durch die Zerstörung seiner Lebensräume zurückgehen. Er ist seltener als der Flaumige Wiesenhafer und ist nur schlecht als Futtergras geeignet.

Erkennungsmerkmale
Er unterscheidet sich vom Helictotrichon pubescens durch die kahlen, maximal rauhen Blattscheiden, den bandartig flachen Grannen, den borstlichen Blättern, den 3-5-blütigen Ährchen und der deutlich 3-nervigen Hüllspelze.

Vorkommen
Der Echte Wiesenhafer besiedelt Trocken- und Halbtrockenrasen, Magerrasen oder auch lichte Wälder. Er bevorzugt basenreiche Standorte und verträgt auch kalkhaltigen Boden.

Helictotrichon pubescens (Flaumiger Wiesenhafer)

helictotrichon pubescens
Helictotrichon pubescens
helictotrichon pubescens blatt
H. pubescens Blatt
Der Flaumige Wiesenhafer Helictotrichon pubescens ist ein 30 cm bis 120 cm groß werdenes Süßgras. In einigen Bundesländern steht es auf der Roten Liste, da seine Bestände durch Intensivierung der Landwirtschaft teilweise stark zurückgehen. Der Flaumige Wiesenhafer ist ein gutes Futtergras, das jedoch keine Beweidung oder Überdüngung verträgt.

Erkennungsmerkmale
Seine Blätter und Blattscheiden sind weich behaart. Die Blattspreite ist charakteristisch flach, im Durchmesser erscheint es V-förmig. Das Blatthäutchen wird etwa 5 bis 7 mm lang. Das meist 3-blütige Ährchen ist etwa 10 bis 17 mm lang. Wenigstens eine Hüllspelze wird so lang wie das Ährchen. Die unteren sind 1-nervig, die oberen zumeist 3-nervig. Die ungekielte Deckspelze bildet 2 oder 3 Grannen aus. Die Ährchen stehen in 3- bis 5-ästigen Rispen.

Vorkommen
Der Flaumige Wiesenhafer besiedelt Frischwiesen, Frischweiden, Zwergstrauchheiden, Borstgrasrasen, Trocken- und Halbtrockenrasen und ruderale Hochstaudenfluren. Er bevorzugt mäßig nährstoffreiche, oft kalkhaltige, trockene bis schwach feuchte Standorte und ist von Europa bis nach West-Sibirien verbreitet.

Helictotrichon sempervirens (Blaustrahliger Wiesenhafer)

helictotrichon sempervirens
Helictotrichon sempervirens
helictotrichon sempervirens detail
Helictotrichon sempervirens

Ammophila arenaria (Gewöhnlicher Strandhafer)

ammophila arenaria
Ammophila arenaria
ammophila arenaria detail
Ammophila arenaria Detail
Ammophila arenaria ist eine lichtbedürftige, salz- und wenig überschwemmungsertragene Pionierpflanze. Er kommt natürlich an der Nord- und Ostseeküste vor, wo er zur Befestigung von Dünen stellenweise auch angepflanzt wird. Er überwintert als Geophyt und behält dort oft seine grüne Färbung. Sein Hauptvorkommen sind die Außenbereiche basenreicher Flugsand-Weißdünen. Im Binnenland kommt der Strandhafer nicht natürlich vor und ist höchstens angepflanzt auf Sandfeldern anzutreffen. Als Kennart der Assoziation Strandhafer-Weißdünen (Elymo-Ammophiletum) ist er zusammen mit Elymus-Arten vergesellschaftet. Zusammen mit Calamagrostis epigejos bildet der Strandhafer den recht seltenen Hybriden Calammophila baltica.

Calammophila x baltica (Baltischer Strandhafer)

calammophila x baltica
Gattungs-Hybride aus Ammophila arenaria und Calamagrostis epigejos. In älteren Weißdünen entlang der Küste. Auch als Dünenbefestiger genutzt.

Parapholis strigosa (Gekrümmter Dünnschwanz)

parapholis strigosa
Parapholis strigosa
parapholis strigosa habitus
Parapholis strigosa Habitus
Der Gekrümmte Dünnschwanz Parapholis strigosa ist ein einjähriges, sommergrünes Gras aus der Familie der Süßgräser. Er ist windbestäubt. Seine Früchte werden zumeist durch das Wasser ausgebreitet.

Verbreitung, Vorkommen und Schutz
Der Gekrümmte Dünnschwanz kommt an der Nordseeküste zerstreut vor, während der an der Ostse]küste nur selten ist. Im Binnenland fehlt das Gras völlig. Sonst ist die Pflanze in Meeresnähe in ganz Europa bis nach West-Asien und Nord-Afrika verbreitet. Es sollen auch Bestände in Australien und Neuseeland, sowie in Nord-Amerika vorkommen. Dort gilt er wahrscheinlich als Neophyt.
Er ist zentral-europaweit gefährdet und steht in Deutschland auf der Roten Liste der Gefäßpflanzen und ist dort als Gefährdet (Gefährdungsklasse 3) eingestuft. In Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen ist er gefährdet, in Mecklenburg-Vorpommern sogar vom Aussterben bedroht. Eine Gefährdung seiner Bestände geht vor allem von der ausbleibenden Überflutung von Salzwiesen und Marschen und deren zunehmende Bebauung durch den Menschen aus. Küstenschutzmaßnahmen dezimieren ebenfalls seine Bestände.
Sein Hauptvorkommen besitzt das Gras in der Formation Salzpflanzenfluren. Er ist die Verbandskennart der Strandmastkraut-Gesellschaften (Saginion maritimae).
Der Gekrümmte Dünnschwanz wächst auf wechselfeuchten, meist lückigen Küstensalzwiesen und kommt dort zwischen der Zone von Andelrasen und Rotschwingelrasen an lückigen Stellen vor. Er bevorzugt wechselfeuche, teils überschwemmte, salzhaltige, tonig-sandige Böden und zeigt einen mäßigen Salzgehalt, Seeklima und Überschwemmung an.

Erkennungsmerkmale
Der einjährige Gekrümmte Dünnschwanz ist ein nur 5 bis 20 cm großes, unauffälliges, büschelig verzweigtes Gras, welches im Juni und Juli blüht. Seine Halme sind zwei- bis fünf-knotig und an den unteren Knoten verzweigt. Sie wachsen aufrecht und sind knickig (knieend) aufsteigend. Das Gras ist von dünner Gestalt und unbehaart. Seine oft abstehenden Blätter sind graugrün gefärbt oder sind im jungen Zustand noch frischgrün. Die Blätter sind äußerst kurz und schmal und erscheinen zusammengefaltet. Sie werden nicht länger als 5 cm und nicht breiter als 2,5 mm. Sie sind wie der Halm recht stark gekrümmt. Die Blattscheiden sind glatt und kahl. Die Ligula ist ein etwa 0,5 mm langer, häutiger Saum.
Die winzigen, sitzenden Ährchen sind einblütig oder selten zweiblütig und mit einem Fortsatz der Ährchenachse über dem Blütchen versehen. Sie bilden eine endständige, etwa 3 bis 10 cm lange und max. 1,5 mm breite Ähre aus, die zur Reifezeit sehr schnell zerbricht, so dass oft nur ein abgebrochener Halm erkennbar ist. Die Ährchen sind wechselständig in die Ährenspindel eingesenkt, werden etwa 4 bis 6 mm lang, bilden zwei untereinander gleiche, drei- bis fünf-nervige, spitz breit-lanzettliche, gekielte Hüllspelzen aus und sind mit ihrer flachen Seite an die Ährenspindel dicht angedrückt. Die zarthäutigen Deckspelzen sind schwach drei-nervig, um 1 mm kürzer als die Hüllspelzen, breit-lanzettlich geformt und unbehaart. Die zarthäutige, kahle, zwei-nervige Vorspelze ist so lang wie die Deckspelze. Es werden 2 bis 3 mm lange Staubbeutel ausgebildet. Der Fruchtknoten weist am oberen Ende einen kahlen, hätigen Saum auf. Die Karyopsen sind nicht länger als 3 mm und weisen am oberen Ende ein kurzes, häutiges Anhängsel auf.

Molinia caerulea (Blaues Pfeifengras)

molinia caerulea
Molinia caerulea
 
molinia caerulea blatt
Molinia caerulea
Blatt und Ligula
molinia caerulea habitus
Molinia caerulea
Horstbildung

Milium effusum (Wald-Flattergras)

milium effusum
Milium effusum

Corynephorus canescens (Silbergras)

corynephorus canescens
Corynephorus canescens
corynephorus canescens horst
Corynephorus canescens

Danthonia decumbens (Dreizahn)

danthonia decumbens
Danthonia decumbens
danthonia decumbens horst
Danthonia decumbens Horst
Der Dreizahn Danthonia decumbens lässt sich am besten an der charakteristischen Traubenähre erkennen. Diese ist 4 bis 6 cm lang und trägt 4 bis 10 relativ große, bis 1 mm lange, glänzend weißlich-grüne, zuweilen violett überlaufende Ährchen. Die Deckspelzen haben dem Gras zum Namen verholfen: Sie sind dreizähnig. Bedeutendes vegetatives Erkennungsmerkmal sind die an den Rändern lang gewimperten Blattscheiden. Der Dreizahn besiedelt vor allem Mager- und Halbtrockenrasen. Er ist in Zwergstrauchheiden, Borstgrasrasen, Frischwiesen und -weiden zu finden. Seltener kann er auch Feuchtwiesen besiedeln.

Briza media (Gewöhnliches Zittergras)

briza media
Briza media

Phleum pratense (Wiesen-Lieschgras)

phleum pratense
Phleum pratense

Phleum bulbosum (Knollen-Wiesen-Lieschgras)

phleum bulbosum
Phleum bulbosum
phleum bulbosum detail
Phleum bulbosum

Phleum hirsutum (Matten-Lieschgras)

phleum hirsutum
Phleum hirsutum

Phleum nodosum (Knolliges Lieschgras)

phleum nodosum
Phleum nodosum
phleum nodosum knolle
Phleum nodosum Knolle

Phleum alpinum (Alpen-Lieschgras)

phleum alpinum
Phleum alpinum

Phleum rhaeticum (Graubünder Lieschgras)

phleum rhaeticum
Phleum rhaeticum

Phleum phleoides (Steppen-Lieschgras)

phleum phleoides
Phleum phleoides

Phleum arenarium (Sand-Lieschgras)

phleum arenarium
Phleum arenarium
Das Sand-Lieschgras Phleum arenarium ist ein seltenes und stark gefährdetes Süßgras, welches nur litoral in Nähe der Küsten vorkommt.

Erkennungsmerkmale
Das Sand-Lieschgras wir etwa 5 bis 20 cm groß und blüht im Mai und Juni. Die Blätter sind oberseits undeutlich gerieft. Die obere Blattscheiden erscheinen etwas aufgeblasen. Das gespitzte, lange Blatthäutchen wird 1 bis 5 mm lang. Die eiförmige Ährenrispe wird bis zu 4 cm lang. Sie erscheint beim Umbiegen lappig. Die einzelnen einblütigen Ährchen haben zwei bis zum Grund getrennte, stumpfliche Hüllspelzen, die seitlich eine aufgesetzte Granne besitzen. Die Ährchen erscheinen dadurch gestutzt. Die Deckspelze ist unbegrannt.

Vorkommen
Das basenholde, salztolerante Sand-Lieschgras wächst in lückigen Sandtrockenrasen und an trockenen, sandigen Ruderalstellen. Es besiedelt die Graudünen der Küsten und ist auch in Binnendünen zu finden, seltener an trockenen, sandigen Wegrändern. Es handelt sich um eine lichtbedürftige, trockenheitszeigende Pflanze, die an sonnigen, warmen und nährstoffarmen Stellen wächst. Lokal bildet sie die Assoziation Bromo-Phleetum arenarii, hat ihr Hauptvorkommen jedoch in der Assoziation Agrostio-Poetum irrigatae bzw. Festuco-Galietum maritimi. Das Sand-Lieschgras ist nur in der Nähe der Küsten europaweit (Nord- und Ostsee, Atlantik, Mittelmeer) verbreitet. Im Binnenland fehlt die Art fast vollständig. Sie befindet sich derzeit im Rückgang. Die Bestände sind vor allem durch die Aufbereitung von Küsten- und Binnendünen für den Tourismus, der allgemeinen Zerstörung natürlicher Küstenabschnitte und dem Betreten bedroht. In Deutschland ist die Art in der Roten Liste als Stark Gefährdet eingestuft.

Cynosurus cristatus (Wiesen-Kammgras)

cynosurus cristatus
Cynosurus cristatus

Phalaris arundinacea (Rohr-Glanzgras)

phalaris arundinacea
Phalaris arundinacea

Hordeum vulgare (Gewöhnliche Gerste)

Die Blattspreiten von Hordeum vulgare verlaufen an ihrer Basis zu charakteristisch stängelumfassenden Blattöhrchen. Sie findet Vernwendung als Brau- und Malzgerste, als Getreide für Brot und Futter und als Industriepflanze. Sie ist vermutlich aus Hordeum spontaneum vor der Steinzeit entstanden. Das Ährengras besitzt lang gestielte Ähren, deren Ärchen sitzend sind. Auf jedem Absatz der Ährenspindel gibt es je nach Variante 2 bis 6 Ährchen nebeneinander. Der Keimling enthält das namensgebende, giftige Alkaloid Hordenin.

Hordeum vulgare subsp. distichon (Zweizeilige Gerste)

hordeum vulgare subsp distichon
Hordeum vulgare subsp. distichon
Die Seitenährchen von Hordeum vulgare subsp. distichon sind geschlechtslos oder rein männlich und bilden daher keine Grannen aus. Daher erscheint die Ähre zweilig. Diese Gerste eignet sich als Sommer- und Wintergerste zum Brauen und findet zudem Verwendung als Graupen oder Grütze (sog. Pfauen- und Kaffee-Gerste).

Hordeum vulgare subsp. vulgare (Mehrzeilige Gerste)

Hierzu gehören die Vierzeilige Gerste Hordeum vulgare subsp. vulgare var. vulgare> und die Sechszeilige Gerste Hordeum vulgare subsp. vulgare var. hexastichon, deren Ähren 4- oder 6-kantig sind. Sie werden als Wintergerste genutzt.

Hordeum murinum subsp. murinum (Echte Mäuse-Gerste)

hordeum murinum ssp murinum
Hordeum murinum
subsp. murinum

Hordeum murinum subsp. leporinum (Südliche Mäuse-Gerste)

hordeum murinum ssp leporinum
Hordeum murinum
subsp. leporinum

Brachypodium sylvaticum (Wald-Zwenke)

brachypodium sylvaticum
Brachypodium sylvaticum

Brachypodium pinnatum (Fieder-Zwenke)

brachypodium pinnatum
Brachypodium pinnatum

Sorghum halapense (Wilde Mohrenhirse)

sorghum halapense
Sorghum halapense

Setaria viridis (Grüne Borstenhirse)

setaria viridis keimling
Setaria viridis Keimling
setaria viridis
Setaria viridis

Setaria verticillata (Kletten-Borstenhirse)

setaria verticillata
Setaria verticillata
setaria verticillata blatt
Setaria verticillata
setaria verticillata granne
Setaria verticillata

Echinochloa crus-galli (Gewöhnliche Hühnerhirse)

echinochloa crus-galli
Echinochloa crus-galli
echinochloa crus-galli keimlinge
E. crus-galli Keimlinge
echinochloa crus-galli grundtriebe
E. crus-galli Grundtriebe

Cynodon dactylon (Gewöhnliches Hundszahngras)

cynodon dactylon
Cynodon dactylon

Panicum miliaceum (Rispen-Hirse)

panicum miliaceum
Panicum miliaceum
panicum miliaceum haare
Panicum miliaceum Haare

Elymus obtusiflorus (Stumpfblütige Quecke)

elymus obtusiflorus
Elymus obtusiflorus
Elymus obtusiflorus ist ursprünglich in Südosteuropa und der Türkei beheimatet und in Deutschland erstmals 1982 eigenständig beobachtet worden und breitet sich seitdem stetig aus. Sein Anteil in Samenmischungen für Begrünungen dürfte ein Grund für die schnelle Ausbreitung sein. In Deutschland ist die Art ruderal an Straßen und Böschungen zu finden. Oft handelt es sich um thermophile Standorte mit sandig-lehmigem oder steinigem Untergrund.

Die Stumpfblütige Quecke fällt vor allem durch die relativ späte Blütezeit im Juli und August auf. Charakteristische Erkennungsmerkmale sind der horstige Wuchs und die oberseits gewölbten Blattrippen, die oberseits mehr oder minder lange Stacheln aufweisen. Die lockere Ähre wird etwa 15 bis 40 cm lang und weist 6- bis 12-blütige Ährchen auf, deren Hüllspelzen schnal hautrandig sind.

Elymus x obtusiusculus (Aufrechte Bastard-Binsen-Quecke)

elymus x obtusiusculus
elymus x obtusiusculus detail
Elymus x obtusiusculus ist ein Hybrid aus Elymus athericus und Elymus junceiformis, der ausschließlich gestörte Weißdünen, Vordünen, Spülsäume oder Strandwälle entlang der Küste besiedelt. Er ist zusammen mit anderen (Bastard-)Quecken mit Ammophila arenaria vergesellschaftet.
Vom Erscheinungsbild ist die Bastard-Binsen-Quecke Elymus athericus sehr ähnlich, unterscheidet sich jedoch durch die blau- bis graugrüne Färbung, dem lockeren und etwas höheren Wuchs. Blattöhrchen sind z.T. gut ausgebildet. Der freie Rand der Blattscheide ist ungleichmäßig bewimpert. Erneuerungssprose wachsen außerhalb der untersten Scheiden empor. Die Deckspelzen sind ausgerandet und in der Vertiefung meist eine 3 mm lange Granne aufweisend.

Elymus repens (Kriechende Quecke)

elymus repens
Elymus repens
elymus repens blatt
Elymus repens Blatt

Elymus x laxus (Lockerblütige Bastard-Quecke)

elymus x laxus
Elymus x laxus ist ein Hybrid aus Elymus junceiformis und Elymus repens/i>. Er kommt ausschließlich zerstreut an den Nord- und Ostseeküsten vor. Von den anderen Quecken unterscheidet er sich durch die spitzen Deckspelzen, die an ihrer Spitze einen kielartig vorspringende, stumpf und sehr kurz austretenden Mittelnerv aufweisen. Die untere Hüllspelze überragt die Spitze der untersten Deckspelze zudem nicht. Charakteristisch sind die kaum unterschiedlich breiten und oberseits gewölbten Rippen, sowie wie die außerhalb der untersten Scheiden emporwachsenden Erneuerungssprosse.
Elymus x laxus ist zusammen mit Ammophila arenaria vereinzelt auf Weißdünen anzutreffen und dann meist mit ihm vergesellschaftet.

Vulpia myuros (Mäuseschwanz-Federschwingel)

vulpia myuros
Vulpia myuros
vulpia myuros habitus
Vulpia myuros

Vulpia bromoides (Trespen-Federschwingel)

vulpia bromoides
Vulpia bromoides

Rostraria cristata (Echtes Büschelgras)

rostraria cristata
Rostraria cristata

Koeleria glauca (Blaugrünes Schillergras)

koeleria glauca
Koeleria glauca

Koeleria macrantha (Zierliches Schillergras)

koeleria macrantha
Koeleria macrantha
koeleria macrantha detail
Koeleria macrantha

Koeleria vallesiana (Walliser Schillergras)

koeleria vallesiana
Koeleria vallesiana
koeleria vallesiana detail
Koeleria vallesiana

Koeleria grandis (Polnisches Schillergras)

koeleria grandis
Koeleria grandis

Melica ciliata (Wimpern-Perlgras)

melica ciliata
Melica ciliata
melica ciliata habitus
Melica ciliata

Melica nutans (Nickendes Perlgras)

melica nutans
Melica nutans
melica nutans detail
Melica nutans

Melica picta (Buntes Perlgras)

melica picta
Melica picta

Stipa borysthenica (Sand-Federgras)

stipa borysthenica
Stipa borysthenica
stipa borysthenica habitus
Stipa borysthenica Habitus

Stipa calamagrostis (Alpen-Federgras)

stipa calamagrostis
Stipa calamagrostis

Apera spica-venti (Windhalm)

apera spica-venti
Apera spica-venti

Zea mays (Mais)

zea mays keimling
Zea mays Keimling