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Lichenes

Die Flechten umschreiben einen Organisationstyp, genauer einer symbiotischen Lebensgemeinschaft zwischen Pilz (dem Mykobionten) und einem oder mehreren Photosynthese betreibenden Grünalgen oder Cyanobakterien (den Phytobionten).

Index

Xanthoria parietina (Gewöhnliche Gelbflechte)

xanthoria parietina 1
Xanthoria parietina
xanthoria parietina 2
Xanthoria parietina
Dies ist die Flechte des Jahres 2007.

Erkennungsmerkmale
Die gelblich gefärbte, breitlappige Xanthoria parietina ist eine bis 10 cm breite Laubflechte, die orangene, zentral gelegene Apothecien ausbildet. Die einander überlappene, flache, abgerundete, etwas unebene Lappen haben eine weißliche Unterseite mit wenigen, kurzen Rhizinen. Die Lager sind orange bis hellgelb gefärbt und sind bis 5 mm breit. In Nordrichtung tritt häufig eine leichte Grünschattierung zu Tage.

Vorkommen
Xanthoria parietina besiedelt lichtreiche, nährstoffreiche, mäßig bis stark saure, oft auch etwas kalkreiche Rinde von Laubbäumen und Gesteinen. Sie ist zudem häufig auf anthropogen geschaffenen Standorten wie auf Mauern, Dächern und Felsen anzutreffen.

Pertusaria amara (Bittere Porenflechte)

pertusaria amara
Pertusaria amara
Die Bittere Porenflechte Pertusaria amara ist eine unauffällige, heimische Krustenflechte, die an der Rinde von Bäumen wächst. Sie enthält den Wirkstoff Picrolichenin, welches gegen Wechselfieber angewendet wurde. Streicht man mit einem befeuchteten Finger über die Flechte, so ergibt sich nach einer Weile ein charakteristischer bitterer Geschmack. Dieser sollte jedoch wieder ausgespuckt werden.

Vorkommen
Die Bittere Porenflechte kommt auf Nadel- und Laubbäumen, die an leicht sauren Standorten wachsen, und z. T. auf Straßen- und Obstbäumen vor. Die Flechte bevorzugt Buchen, Eichen, Ahorn, Esche, Linde und Apfelbäume.

Merkmale
Die Bittere Porenflechte bildet emporgewölbte, weißlich graue Soralen aus, die im Durchmesser bis 1,5 cm groß werden. Die höckerigen oder knorpeligen Lager sind grau gefärbt. Mit zunehmendem Alter der Flechte bildet sich ein dickliches, gleichmäßiges Polster aus. Im jungen Zustand sind oft nur vereinzelte halbkugelartig gewölbte Soralen zu erkennen. Die Lager reagieren mit Kalilauge oder Natriumhypochlorit schwach violett. Färbt man mit para-Phenylendiamin an, so entsteht eine schwach orangene Färbung.

Lecanora muralis (Mauerflechte)

lecanora muralis
Lecanora muralis

Lecidella stigmatea (Krustenflechte)

lecidella stigmatea
Lecidella stigmatea

Rhizocarpon geographicum (Landkartenflechte)

rhizocarpon geographicum
Rhizocarpon geographicum

Arthonia pruinata

arthonia pruinata
Arthonia pruinata

Opegrapha illicebrosa

opegrapha illicebrosa
Opegrapha illicebrosa

Tephromela atra

tephromela atra
Tephromela atra

Sarcogyne regularis

sarcogyne regularis
Sarcogyne regularis

Thrombium epigaeum

thrombium epigaeum
Thrombium epigaeum

Physconia grisea

physconia grisea
Physconia grisea

Hypogymnia physodes (Blasenflechte)

hypogymnia physodes
Hypogymnia physodes
Erkennungsmerkmale
Hypogymnia physodes ist eine lebhaft hellgrau gefärbte Blattflechte, die hohle Lappen ausbildet. Dadurch wirken diese oft wie aufgeblasen. Die Soralen werden an den unregelmäßig verzweigten, bis 1,5 cm langen und 3 mm breiten Lappenenden gebildet. Die glatten Lager sind unterseits kahl und dunkelbraun gefärbt und haben keine Rhizinen. Besonders bei Feuchtigkeit neigen die Lager zu einem leichten Blau- oder Grünstich.

Vorkommen
Hypogymnia physodes besiedelt vor allem lichtexponierte, luftfeuchte, saure, nährstoffreiche Rinde und Silikatgesteine. Sie ist wohl eine der häufigsten Flechten an Obstbäumen. eine typische Begleitflechte ist Parmelia sulcata. Die Blasenflechte ist jedoch etwas gegen Luftverschmutzung, aber nicht gegen Sauren Regen empfindlich.

Parmelia sulcata (Sulkatflechte)

parmelia sulcata
Parmelia sulcata
parmelia sulcata detail
Parmelia sulcata
Erkennungsmerkmale
Parmelia sulcata ist eine seichtcyangrün-tiefgrauweiß gefärbte Blattflechte, die der Baumrinde meist dicht anliegt und bis 8 cm große Thalli ausbilden kann. Sie verzwigt sich in abgestutzte, etwas kantige Lappen. Die weißlichen, 2 bis 5 mm breiten Lager haben auf ihrer Oberseite strichförmige Netzadern (Pseudohyphen), am Rand dagegen strichförmige, abbrechende und mehlige Soralen. Auf der Unterseite der etwas dunkler graubraun gefärbten Lager bis zum Rand gibt es einige Rhizinen. Apothecien werden selten ausgebildet.

Vorkommen
Parmelia sulcata besiedelt vor allem Laubbaum-Rinde, aber auch die Rinde von kultivierten Obstbäumen und bevorzugt licht- und nährstoffreiche Standorte und mäßig saure Substrate. Sie ist eine der häufigsten epiphytischen Flechten, die gegenüber Luftschadstoffe immun ist. Typische Begleitflechten sind Hypogymnia physodes.

Cladonia coniocraea (Gewöhnliche Becherflechte)

cladonia coniocraea
Cladonia coniocraea

Cladonia pyxidata (Echte Becherflechte)

cladonia pyxidata grund
Cladonia pyxidata
vegetativ
cladonia pyxidata
Cladonia pyxidata
cladonia pyxidata pyknidien
Cladonia pyxidata Pyknidien
Die Echte Becherflechte Cladonia pyxidata ist eine sehr variable Flechte aus der Gattung der Cladonia, die gräulichgrün bis graubraun gefärbt sein kann und meist recht breite becherförmige Gebilde auf einem kurzen Stiel ausbildet. Die Podetien sind meist grau gefärbt. An sonnigen Stellen können diese auch bräunlich gefärbt sein. Der nur max. 1,5 cm lange Stiel geht allmählich in einen bis zu 8 mm breiten Becher über. Der Becherrand ist mit kleinen, dunkelbraunen Pyknidien versehen. Es gibt auch grundständige, kleine blättchenartige, dicht stehende Gebilde, die meist etwas eingerollt sind und ebenfalls graugrünlich gefärbt sind. Apothecienbildung ist relativ selten. Diese sind meist gestielt und bräunlich gefärbt.

Die Art besiedelt Erdboden, Humus, morsches Holz, aber auch Steine und trockene Felsen. Es handelt sich um eine in ganz Europa verbreitete und häufige Flechte. Generell gilt die Echte Becherflechte als eine der häufigsten Arten aus der Gattung Cladonia.

Cladonia fimbriata

cladonia fimbriata
Cladonia fimbriata

Cladonia rangiferina (Echte Rentierflechte)

cladonia rangiferina
Cladonia rangiferina

Cladonia subulata (Pfriemen-Geweihflechte)

cladonia subulata
Cladonia subulata
Cladonia subulata (im Deutschen auch als Pfriemen-Geweihflechte bezeichnet) ist eine mit der Rentierflechte verwandte Flechte, welche relativ lang gestreckte, zwischen 3 cm und 6 cm hohe, graugrünlich gefärbte Stämmchen ausbildet, die sich im oberen Drittel meist verzweigen der gabeln. Im Gegensatz zu anderen Cladonien bildet die Pfriemen-Geweihflechte nur unvollkommene, an der Spitze stehenden Becher aus, die häufiger auch ganz fehlen können. Die Flechte ist nahezu auf der gesamten Oberfläche mehlig sorediös und bildet höchstens auf dem Erdboden kleine blattartige Strukturen aus, die nicht selten fehlen. Die braunen Apothecien werden selten gebildet.

Die Flechte besiedelt nährstoffarme, lichtexponierte Standorte. Sie wächst auf sauren, sandigen bis lehmigen Böden in Vegetationslücken. Oft kommt sie in Heiden, an Wegrändern, Böschungen, Sand- oder Kiesgruben vor. Sie ist in ganz Europa verbreitet.

Cladonia arbusculum (Fahlgelbe Rentierflechte)

cladonia arbusculum
Cladonia arbusculum

Cladonia portentosa (Ebenästige Rentierflechte)

cladonia portentosa
Cladonia portentosa

Cladonia macilenta (Rotfrüchtige Säulenflechte)

cladonia macilenta
Cladonia macilenta

Cladonia foliacea (Blättrige Cladonie)

cladonia foliacea trocken
Cladonia foliacea trocken filename2=
cladonia foliacea
Cladonia foliacea feucht

Ramalia baltica

ramalia baltica
Ramalia baltica

Ramalina capitata

ramalina capitata
Ramalina capitata

Thamnolia vermicularis (Geweihflechte)

thamnolia vermicularis
Thamnolia vermicularis

Cetraria islandica (Isländisches Moos)

cetraria islandica
Cetraria islandica

Lobaria pulmonaria (Echte Lungenflechte)

lobaria pulmonaria
Lobaria pulmonaria

Peltigera rufescens (Schildflechte)

peltigera rufescens
Peltigera rufescens

Peltigera neckeri (Neckers Schildflechte)

peltigera neckeri
Peltigera neckeri