Korseby Online - adlib

About adlib

adlib_cover
Auf dieser auf (kraak) erschienenden CD finden sich die Stücke der Weihnachts-CD auf tom, die bereits Ende 1998 erschienen sind. Das Rerelease wurde erst im März 2000 umgesetzt. Einige Verzögerungen störten das Gesamtkonzept, aber letztendlich ist es nun dennoch geschehen. 5 wundervolle, in ihrer Instanz völlig unterschiedliche Stücke, finden sich auf diesem Mini-Album erster Güte.

Making of adlib

Das erste Stück weich ist als kleine Mini-Symphonie aufzufassen. Leicht wabernd, aber immer unglaublich ruhig und entspannend, manchmal gar sanftmütig, entwickelt es sich langsam und beginnt eine seltsame Athmosphäre aufzubauen, die ihresgleichen suchen dürfte.
feld dagegen könnte sich vom Klang eher in die Machweisen von oval einordnen, ohne sie aber zu durchdringen, denn der Macher sieht oval weder als Inspirationsquelle, noch als Medium der Gefälligkeit. oval hat ihn nie sonderlich beeindrucken können, meint er doch, die Musik sei etwas zu puristisch und irgendwie eintönig. Seine eigene Meinung sollte man aber nicht überbewerten, denn sie soll auf keinen Fall die Leistungen von Markus Popp und den anderen früheren Mitgliedern schmälern.
deconstruction dann, ein Lied, das aus Verzerrung entstand und durchaus dem Zufall gleichkommt. Eine sich aufbauende Melodie, die trotzdem weich klingt, die im nächsten Moment wieder abflacht, zeichnen dieses Stück aus.
Als vorletztes folgt winter, welches im Umfeld der Wintermusik von Kristian Peters entstanden ist. Der Ausgangspunkt hierfür waren selbst gedudeltete Piano-Akkords, die durch Überlagerungen, und in sich verschoben, mit Hilfe von Filtern, zu einer beeindruckenden Melodie entwachsen sind. Das Ausgangsmaterial wurde mit einem winzigen Computerpiano erzeugt, von welchem man Töne erzeugen kann, indem man mit der Maus auf die imaginären Tasten klickt. Dies wurde dann auf Kasette aufgenommen und mit schwierigen Kunstgriffen wieder zurück auf den Computer gespielt. Das Resultat klingt aber verständlicherweise gar nicht mehr nach einem klassischen Piano, sondern eher nach sehr weiten orgelähnlichen Klängen.
einöde (wilderness) zu guter Letzt ist das längste Lied auf der Mini-CD. 7 Minuten benötigt es, um sich zu entwickeln. Es ist neben feld das einzige Stück, welches noch mit dem 386er produziert wurde. Auch hier hört man gewisse Verzerrungen und verrauschte Klänge über denen sich recht bald eine winzige Melodie oder Harmonie legt, die für dieses Lied die so typisch klare und einsame, menschenverlassene Stimmung erzeugt.

The term adlib

Der Titel bedeutet aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt, soviel wie improvisieren, welches der Machart dieser CD durchaus gleichkommt. Viele Stücke sind durch gewisse Zufälle entstanden, die sich nicht mehr reproduzieren lassen. Es ist keine Schnipselmusik, sondern sie lebt durch ihre Entwicklung und nicht von den novisad-typischen Wiederholungen, in sich verändernden und nagenden Loops. adlib ist ebenso nicht als Nachfolgeplatte zu novisad zu sehen, sondern sollte als Eigenständig betrachtet werden, da der Klang um einiges differiert.

adlib Preview

adlib cover
You can listen to some mp3 previews.

01. weich
02. feld
03. deconstruction
04. winter
05. einöde (wilderness)

adlib Reviews

There's not much to read about adlib since kraak did not make much promotion, but I found something on the internet:

Gil Gershman on fakejazz
Someone forgot to tell Kristian Peters that ambient music is supposed to be unassuming, perhaps even non-engaging, background sound. As Novisad, he simulated the passageways and perils of a simple D&D-style maze game, creating an amazing ambient album that serves as a self-contained aural adventure. His first fruits as Adlib are just as engrossing. Compare this near-perfect EP with Vladislav Delay's indulgent Anima or Mike Ink's somewhat bombastic Gas recordings. Peters maintains both direction and mystery while working with the vaguest of loops. "Weich" is no more than a chord phased in and out by imperceptible degrees, yet the subtle syncopation wrought by echo and repetition is fascinating. Peters unfurls the horizontal melody of "Feld" as though he has all the time in the world, mindless of the clockwork ticking off measured moments. "Deconstruction" and the especially Eno-esque "Winter" lay out patterns of sculpted sound-dunes and softly sloping valleys that compel deep listening. And you could lose yourself forever in "Einöde (Wilderness)," a snow-globe hallucination as haunting and acute in its impressionistic detail as Disco Inferno's "Footprints in Snow."
fakejazz

Review on freenoise
Peters combines perfectly the software computer culture with intensity. His music reflects so much emotion through electronic wires you start thinking why not more electronica people succeed in doing so. Everything is done with a detailed precision which makes it difficult not to focus.
freenoise

Did you know ?

... that two different versions of adlib are existing ? adlib was originally released on tom as a christmas gift and then re-released on kraak.

adlib - adlib (tom.4) adlib - adlib (tom.4)
released in 1998
originally released as cd-r x-mas present for friends around the world
adlib - adlib (re-issue on kraak) adlib - adlib (re-issue on kraak)
released in 2000
a re-issue of 500 copies

Getting adlib

We have several distributions all over the world. Please visit tomlab for a complete and updated list:

- a-musik (germany)
- kraak (belgium)
- forced exposure (usa)
- phonics (Canada)
- mego (österreich)
- Kompakt (germany)
- digital narciss (japan)